Bei Kneißlers 30-Jahr-Feier: Politiker sparten in Burglengenfeld nicht mit Lob

Von Thomas Rieke · 23. Juli 2023 um 14:41

Für Albert Füracker (CSU) ist klar, weshalb Bayern im Vergleich zu anderen Bundesländern noch immer gut dasteht. Es liege nicht in erster Linie an der Politik der Staatsregierung, sondern „an Unternehmen wie dem Labor Kneißler“. Sie würden investieren, Arbeitsplätze schaffen und Gewerbesteuer entrichten.

Letzteres freut den Finanz- und Heimatminister immer besonders. Am Samstag war er zum Firmenjubiläum des Labors als Festredner geladen und revanchierte sich auf seine Weise. Er lobte Kneißler in den höchsten Tönen. In dem „echten Oberpfälzer Familien-unternehmen“ seien „Profis am Werk“. Man sei stolz auf sie.

Bemerkenswert fand Füracker auch, dass bei Kneißler die Mitarbeiter hoch im Kurs stünden. Ans Publikum gewandt sagte er: „Ich gratuliere. Sie haben einen Chef, der sich um sie kümmert.“ Ferner gratulierte der Minister dem Firmengründer Arnolf dazu, dass er seinem Sohn Andreas bereits die Verantwortung übertragen habe: „Der Generationswechsel ist geglückt.“

Flierl: Das Labor ist „ein Glücksfall für den Landkreis“

Bundestagsabgeordnete Martina Englhardt-Kopf (CSU) zeigte sich „beeindruckt von dem, was Sie geschaffen haben“. Betriebe wie Kneißler seien „der Motor der Wirtschaft“. Auch Landtagsabgeordneter Alexander Flierl (CSU) sprach von einer „beeindruckenden Bilanz“, die Kneißler vorzuweisen habe. Das Labor sei immer am neusten Stand und „ein Glücksfall für den Landkreis“.

Ins selbe Horn stieß Richard Tischler (FW) als Stellvertreter von Landrat Thomas Ebeling (CSU). Er gratulierte zu der 30-jährigen Erfolgsgeschichte. Der Landkreis sei stolz auf das Labor. In der Pandemie habe es sehr rasch Hilfe organisiert. Die Zusammenarbeit sei hervorragend gewesen. Tischler wörtlich: „Ohne Kneißler hätten wir die Herausforderungen nicht so gut meistern können.“

Stadt Burglengenfeld profitiert von Kneißlers Aufschwung

Burglengenfelds 2. Bürgermeister Josef Gruber, der den urlaubenden Rathauschef Thomas Gesche (beide CSU) vertrat, hob ebenfalls die Leistung der Unternehmerfamilie hervor. Mit fundiertem Wissen, großem Mut und viel Fingerspitzengefühl habe sie es geschafft, sich vom Start-up zum Vorzeigebetrieb zu entwickeln. „Das macht Ihnen so leicht keiner nach“, sagte Gruber. Für die Stadt sei Kneißler wichtig,„denn Sie haben Jobs nach Burglengenfeld gebracht“.

Geschäftsführer Andreas Kneißler skizzierte in seiner Rede nicht nur die Unternehmensgeschichte, die 1993 mit drei Beschäftigten in Krögelstein bei Bayreuth begonnen hatte. Er unterstrich auch den Stellenwert der Mitarbeiter, ohne die der Aufstieg nicht möglich gewesen wäre. Ferner würdigte er die Bereitschaft von Lebensmittelindustrie und mittelständischen Herstellern, kontinuierlich an der Verbesserung ihrer Produkte zu arbeiten. Geschätzt werde das von den Verbrauchern allerdings äußerst gering, „und das ist schade“. Vorherrschend sei eine Geiz-ist-geil-Mentalität.