Drachenstichfest: Bei der Bierprobe waren alle begeistert vom süffigen Gerstensaft

Von Alexander Frimberger · 19. Juli 2023 um 16:00

Matthias Strauß, Inhaber der Dimpfl-Brauerei, hatte zur Bierprobe ins Tagungszentrum ATT geladen und viele waren gekommen. Einhellige Meinung an diesem Abend: „Das schmeckt nach mehr.“

Grund für die großangelegte Bierprobe war das Drachenstich-Volksfest, das am 12. August startet und für das seit Mittwoch auf der Festwiese das Zelt aufgebaut wird. „Aufgrund der vielen Baustellen ist in Furth ja gerade im positiven Sinne der Wahnsinn los, deswegen sind wir mit dem Aufbau ein paar Tage im Verzug“, sagte Strauß bei seiner Begrüßung, war sich aber gleichzeitig sicher, dass alles rechtzeitig gerichtet sein wird, wenn der große Bieranstich erfolgt. Apropos Bieranstich: Traditionell muss der amtierende Ritter des Drachenstichs das erste Fass des aktuellen Bierjahrgangs anstechen. So schnappte sich Alexander Pongratz beherzt Holzhammer und Zapfhahn und hatte die Aufgabe mit wenigen Schlägen und ohne Bierdusche geschafft: Der Gerstensaft floss.

Es soll ein würdiges Drachenstichfest werden

Nachdem Strauß die Ehrengäste begrüßt hatte - über Drachenstichregisseur Alexander Etzel-Ragusa, der zum ersten Mal gekommen war, freute er sich besonders – betonte er: „Wir werden auch in diesem Jahr wieder versuchen ein würdiges Fest auf die Bein, e zu stellen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei natürlich auf dem extra eingebrauten und naturbelassenen Bier, gutem Essen und einem schönen Ambiente im Festzelt.“ Seit Februar wird das Märzenbier handwerklich eingebraut. „Nichts ist automatisiert, alle Vorgänge werden manuell gesteuert. Daher ist jeder Sud etwas anders als im Jahr zuvor.“ Dementsprechend gibt es auch immer wieder Abstufungen im Geschmack. Nach dem Brauvorgang wird es auf fünf Grad gekühlt und mit frischer Hefe versetzt. Acht bis zehn Tage dauert der Gärungsprozess, dann wandert das Märzenbier in den Gewölbekeller, wo es bei circa zwei Grad 14 Wochen lang lagert und darauf wartet, „dass es beim Drachenstichfest leer getrunken wird.“ Strauß war sich sicher, dass im Landkreis und darüber hinaus außer ihm niemand sonst bei einem Volksfest unfiltriertes Bier anbietet.

Auch von einer Veränderung in seinem Haus konnte Strauß berichten. Ab September werden zwei neue Braumeister mit ihm zusammenarbeiten. „Ich habe Brauer gesucht, die das Brauen lieben, so wie ich es mein ganzes Leben geliebt habe.“ Mit Jochen Seidl und Bernhard Lehrhuber hat er sie gefunden. „Damit haben wir ab September wieder mehr Power.“ Während Strauß noch sprach, waberte aus dem Foyer bereits der Duft des Schweinebratens, den Caterer Andreas Schreindorfer zubereitet hatte, in den Saal.

Ein süffiges Festbier, das jedem schmeckt

„Ein Schweinebraten und ein süffiges Bier, was will man mehr“, hörte man an den Tischen. Das Ritterpaar Rebecca Bauer und Alexander Pongratz drückte es so aus: „Süffig, wohlbekömmlich, ein Bier für alle.“

Prost: Ritterpaar, Bürgermeister und Brauereichef
Auch die zukünftigen Braumeister ließen sich das Bier schmecken.
Die Osserwinkler sorgten für Stimmung.
Fass anstechen: kein Problem
Schweinebraten, Kraut, Knödel