Neun Chöre in einem Konzert: So vielfältig ist Neustadts Chorlandschaft

Das Jubiläums-Festjahr ist noch lange nicht vorbei, da beweist die Stadt, dass sie auch eine Stadt der Chöre ist. Die Kommune stemmt sich damit gegen einen allgemeinen Trend.
Überall verlieren Gesangsvereine an Mitgliedern und Chöre geben auf – nur in Neustadt a.d. Donau nicht. Hier gibt es sogar Chöre, die Mitglieder gewinnen und es gibt Neugründungen von Chören. Singen ist nicht nur ein Hobby für Senioren. Das zeigt auch das Programm für die „Nacht der Chöre“ am kommenden Sonntag, 23. Juli.
Die „Nacht der Chöre“ bietet einen Abend mit neun Chören und jede Menge Stimmgewalt. Das bedeutet auch: Es wird ein vielfältiger Abend werden. „Wie vielfältig die Chorlandschaft ist, zeigt schon alleine das Programm“, sagt Andrea Holzapfel, Kulturchefin in der Neustädter Stadtverwaltung.
Es starten die ganz „jungen“ Chöre wie die LausiKids und der LSY Youth Choir, der Kinder- und Jugendchor der Laurentius Singers. Beide Chöre stammen aus Neustadt. Die Andreas Singers kommen aus Bad Gögging und haben ebenfalls viele Kinder mit dabei. „Man merkt also, welch tolle Jugend- und Nachwuchsarbeit in den Chören und übrigens auch bei der Städtischen Sing- und Musikschule geleistet wird“, stellt Andrea Holzapfel fest.
Wobei sie auch darauf hinweist, dass sich die Chöre nicht gleichen. „Es gibt Chöre mit vielen Sängern wie die Andreas Singers oder die Laurentius Singers und dann wieder ganz kleine Chöre wie InTakt mit acht Sängern“, sagt sie. „Alleine durch diesen Faktor werden wir schon viele Facetten der Chormusik am Sonntag erleben. Schön ist auch, dass Chöre aus vielen Neustädter Stadtteilen dabei sind wie zum Beispiel Viva Musica aus Hienheim oder KaKraMa aus Irnsing.“
Quer durch alle Generationen
Dabei ist Singen mehr als ein Hobby. „Wie wichtig das Singen vielen Menschen über alle Altersgruppen hinweg nach wie vor ist, merken wir auch an vielen anderen Stellen – zum Beispiel an der überdurchschnittlichen Nachfrage beim Singen für Senioren oder aber auch bei den Gesangsangeboten für Kleinkinder an der Volkshochschule, betont die Kulturchefin. Die Freude am Singen wird damit auf vielen Ebenen – auch über die Städtische Sing- und Musikschule – gefördert. Dazu kommt, dass die Chöre unterschiedlich ausgerichtet sind.
„Die Neustädter Chorlandschaft ist hochkarätig und vielfältig“, ist Andrea Holzapfel überzeugt. Wie vielfältig die Chorlandschaft ist, davon können sich die Besucherinnen und Besucher der ersten Neustädter „Nacht der Chöre“ am Sonntag selbst überzeugen. Insgesamt 160 Mitwirkende werden von 19 Uhr bis circa 22.45 Uhr den Stadtgraben mit ihren Stimmen zum Klingen bringen.
Viele Unterstützer
Schon die Vorbereitungen für das Konzert haben für gute Laune gesorgt. „Es ist einfach großartig, wie viele tolle und engagierte Sänger sich für die gemeinsame Sache engagieren“, sagt die Kulturchefin, die auch die Idee zur „Nacht der Chöre“ hatte. „Schon die Treffen mit den Chorleitern und Organisatoren der Chöre im Vorfeld haben unglaublich viel Spaß gemacht und ich habe dabei noch einmal viel über die Arbeit und die Bedürfnisse von Chören gelernt.“
Die Vorbereitungen für den Abend selbst sind Teamarbeit. Unterstützt wurden die Vorbereitungen unter anderem von Birgit Reisinger, Gerhard Hörber, Christiane Hainzl, Joachim Schreiber, Johanna Anthofer, Sonja Artinger, Norbert Nadler, Pia Nadler und Emily Röske.
Und wer weiß, vielleicht gibt es am Ende des Abends noch ein paar Sänger und Sängerinnen mehr. Am Ende der Show werden alle Chöre noch einmal auf die Bühne kommen und gemeinsam die „Ode an die Freude“ singen. Alle Besucherinnen und Besucher sind eingeladen mitzusingen.
