Erweiterung des JMF-Gymnasiums: Erstmal kommen die Container

Von Thomas Rieke · 17. Juli 2023 um 12:18

Das kam alles andere als überraschend: Das Landratsamt hat kürzlich dem Kreis-Ausschuss für Schulen, Planung und Bau ans Herz gelegt, für den benötigten Erweiterungsbau des Gymnasiums Burglengenfeld eine Architektensuche zu starten. Das Gremium befürwortete dies einstimmig. Grünes Licht gab es auch für die Anmietung von Containern, die als Zwischenlösung dienen sollen.

Wie berichtet, erfreut sich das Johann-Michael-Fischer-Gymnasium (JMFG) wachsender Beliebtheit. Hatte sich der Landkreis vor wenigen Jahren noch gesorgt, die Erweiterung des noch jungen Gymnasiums Lappersdorf könnte für die weiterführenden Schulen in Burglengenfeld und Nittenau gefährlich werden, so zeigt sich bereits seit 2018, dass die Bedenken unbegründet waren. Die zahlreichen Zuzüge ins Städtedreieck sowie die Rückkehr zum G9 sorgten bei den Meldezahlen für eine Trendumkehr, die bis heute anhält.

Laut der aktuellen Statistik besuchten im nun zu Ende gehenden Schuljahr 930 Schüler das JMFG. Gegenüber dem Tiefststand ist das ein Plus von 157 Eleven. Der Gipfel sei aber noch längst nicht erreicht, heißt es. Langfristig werden allein in den Jahrgangsstufen fünf bis elf knapp 1100 Schüler erwartet, zuzüglich zehn Oberstufenklassen.

Erweiterung des ehemaligen Hausmeisterwohnhauses steht an

Die Entwicklung veranlasste das Landratsamt bereits vor mehr als einem Jahr, über Lösungen für den wachsenden Raumbedarf nachzudenken. 2022 wurden Planungen für den Umbau und die Erweiterung des ehemaligen Hausmeisterwohnhauses für die Ganztagsbetreuung forciert. Sie sollen ab Herbst umgesetzt werden, damit das Angebot zum Schuljahresbeginn 2024/25 in eigenen Räumen untergebracht ist. Zwei bisher blockierte Klassenzimmer im Schulgebäude können dann auch wieder für regulären Unterricht genutzt werden.

Außerdem wurden im Untergeschoss des Schulgebäudes durch Raumoptimierung und Vergrößerung von Fenstern weitere Möglichkeiten geschaffen, welche „zumindest vorübergehend als Klassenzimmer und später als Kursräume dienen können“, heißt es im Sachstandsbericht, der den Ausschussmitgliedern vorgelegt wurde.

Schule müsste um sechs Klassenzimmer erweitert werden

Langfristig werde aber auch das nicht reichen, es sei mit einem Erweiterungsbedarf von rund sechs Klassenzimmern zu rechnen. Dafür sei ein zusätzlicher Baukörper nötig. Die Verwaltung bat um Erlaubnis, die Architektensuche in die Wege leiten zu dürfen. Das Vergabeverfahren läuft europaweit. Weil die Räume für die Ganztagsbetreuung voraussichtlich erst im Sommer nächsten Jahres fertiggestellt sein werden, hält es die Verwaltung für erforderlich, bereits für September 2023 weitere Möglichkeiten zu schaffen. Bis zur Erweiterung des Schulgebäudes sollten daher übergangsweise vier Containerklassenzimmer angemietet werden.

Für die Einholung der Mietangebote erteilte der Ausschuss bereits im Mai seine Zustimmung. Nun wurde der Auftrag in nicht-öffentlicher Sitzung vergeben. Die Kosten belaufen sich für vier Jahre auf rund 300000 Euro. Die Räume haben jeweils eine Größe von 57,5Quadratmeter. Wie der stellvertretende Behördensprecher Manuel Lischka berichtet, wurde das Aufstellen der Container bereits beantragt. In den Sommerferien sollen sie platziert werden, zwei am Pausenhof und zwei im Bereich des Nebeneingangs (VHS-Eingang) zwischen Parkplatz und Pausenhof. Die Standorte seien mit der Schulleitung abgestimmt. Eine Kostenschätzung für den Anbau gibt es noch nicht.