In Altenkreith stehen 15 Hektar neue Gewerbeflächen bereit – viele Anfragen von Firmen

Am Kammermoosweg in Altenkreith ist am Mittwoch der neue Teil des Industriegebiets Sanddickicht offiziell abgenommen worden. Das Areal wurde um fast 21 Hektar erweitert, rund 15 davon sind für Gewerbe vorgesehen. Der Andrang sei sehr groß, betonte Alexandra Riedl mit Blick auf die Firmen, die sich hier ansiedeln oder expandieren wollen. Die Verhandlungen mit künftigen Grundstückseigentümern laufen.
Am Ende ging alles ganz schnell. Im Vorfeld hatte es aber Verzögerungen gegeben, weil der vorherige Eigentümer eines Teils der Fläche, die Staatsforsten, nur verkaufen wollte, wenn für die 18 Hektar Wald am Kammermoosweg Ausgleichsflächen gefunden würden. Doch das zog sich hin.
Zähe Verhandlungen
Anfang vergangenes Jahr gab die Stadt ein neues Angebot mit 18 Hektar Tauschfläche ab. Nach langen Verhandlungen mit den Staatsforsten gab es dann endlich grünes Licht. Bürgermeisterin Alexandra Riedl sagte, dass sie vorerst kein weiteres Gewerbegebiet planen würde. „Was lange währt, wird endlich gut, heißt es bei diesem Gewerbegebiet nicht“, sagte Helmut Wanninger, Leiter des Stadtbauamts, bei der Abnahme des neuen Gewerbegebiets am Kammermoosweg. Denn die Arbeiten seien rasch vonstatten gegangen. Durchgeführt wurden die Bauarbeiten von der Firma Strabag AG aus Straubing. Das Ingenieurbüro Maier aus Roding war für die Ingenieursleistungen wie die Installation der Wasserversorgung und die Beleuchtungsanlagen verantwortlich.
Im März habe man angefangen, die Flächen zu roden, Ende Juni waren die Bauarbeiten für das Gebiet abgeschlossen. Jetzt erfolgte die Abnahme.
Dass das Gewerbegebiet pünktlich abgenommen werden kann, freute die Bürgermeisterin. Denn der Zeitplan der Baustelle war eng, der Zeitdruck entsprechend hoch. „Wir hatten ein kurzes Zeitfenster und haben ein noch kürzeres weitergegeben. Wir sind der Firma Strabag und dem Ingenieurbüro Maier dankbar, dass das doch noch alles geklappt hat“, sagte sie. Denn auf dem Projekt laste hoher öffentlicher Druck. Zahlreiche Interessenten wollen in Roding Fuß fassen oder bereits bestehende Gewerbeflächen erweitern.
Aufgrund der Verzögerung bei der Erschließung des neuen Gebiets sind bereits Interessenten abgewandert. Die Süddeutsche Anlagenbau GmbH beispielsweise hat die Koffer gepackt und verlegt ihren Firmensitz von Roding nach Nittenau . Die Begründung war damals, dass die Geschäftsflächen in Roding zu eng wurden und mit der Erweiterung nichts vorangegangen sei.
21 Hektar Gewerbegebiet
Das neu erschlossene Gewerbegebiet umfasst 20,5 Hektar Fläche, davon 14,6 Hektar Gewerbe- und Industrieflächen, 1,8 Hektar Verkehrsflächen und 4, 1 Hektar Grün- und Ausgleichsflächen. Ein Geh- und Radweg ist auch berücksichtigt. 13 Grundstücke sind im neuen Gewerbegebiet vorgesehen.
Insgesamt hat das Projekt die Stadt knapp 1,91 Millionen Euro gekostet – ohne die Kosten für den Erwerb des Grundstücks von den Staatsforsten. Die Nachfrage sei groß. „Die Bewerber stehen bereits Schlange“, saget Wanninger. „Wir haben Anfragen ohne Ende“, bestätigte auch Riedl. Lange wird das Areal also nicht so leer bleiben wie bei der Abnahme, da sind sich Riedl und Wanninger sicher.
Eckdaten
Zeitplan: Baubeginn: 8. März, Fertigstellung: 30. Juni
Flächen: Gesamtfläche 20,5 Hektar, davon Gewerbe- und Industrieflächen 14,6 Hektar, Verkehrsflächen 1,8 Hektar, Grün- und Ausgleichsflächen 4,1 Hektar, Verkehrsanlagen: Infrastruktur: 960 Meter Straße mit einem durch einen Grünstreifen getrennten Geh- und Radweg und 15 LED-Laternen
Gewerbegrundstücke: 13 Parzellen
Kosten: 1,91 Millionen Euro ohne Grunderwerbs- und Baunebenkosten
