Jugendarbeit in Mühlhausen: Die Hauptpersonen werden nicht gefragt

Je länger man sich die Standpunkte der Akteure in Mühlhausen zur Jugendarbeit anhört, desto mehr beschleicht einen das Gefühl, dass hier gehörig aneinander vorbeigeredet wird.
Denn: Dass es keinen Jugendtreff gibt, bedeutet nicht gleichzeitig, dass es in Mühlhausen gar keine Jugendarbeit gibt. Andersherum macht die reine Existenz eines Jugendtreffs und die Anstellung eines Jugendpflegers noch keine gute Jugendarbeit aus.
Dabei ist man ja schon auf dem richtigen Weg: Mühlhausen hat eine Generationenbeauftragte, die stundenweise bei der Gemeinde angestellt ist und zusätzlich in ihrer Freizeit ihr Herzblut in die Jugend investiert. Ein Jackpot! Ob es dafür einen Jugendtreff braucht?
Nun, wie sagt man so schön: Fragen kostet nix. Warum nicht die Jugendlichen selber fragen?
Wie Bürgermeister Martin Hundsdorfer schon angekündigt hat, entsteht gerade ein Fragenkatalog an junge Mühlhausener, der unter anderem genau das zum Thema haben wird.
Und sollten sich die Jungen wirklich sehnlichst einen Jugendtreff samt freier Jugendarbeit wünschen, sollte sich auch die Gemeinde nicht versperren – und nicht von der Angst vor zerstörungswütigen Halbstarken lähmen lassen. Das ist ewig her. Und Angst ist nun wirklich kein guter Berater.