Der Tag der offenen Gartentür in Wetterfeld war ein Besuchermagnet

Die Störche am Horst des Pflegeamtes klapperten um die Wette, sie waren die vielen Besucher, die schaulustigen Hobby-Gärtner, offensichtlich nicht gewohnt. Sie warfen ihre Köpfe zurück und klapperten, als sie die Menschenmengen sahen, die gekommen waren, um sich in den drei Gärten und im Burghof umzusehen. Das Wetter meinte es am Sonntag gut mit den Wetterfeldern und ihren Gästen.
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Ein Garten ist immer etwas Privates, ein Rückzugsort, der nicht jedem offensteht. Neben dem fachlichen Austausch und der Möglichkeit Anregungen für den eigenen Garten zu erhalten, ist dieser Blick ins Private der Reiz der Aktion „Tag der offenen Gartentür“. Wetterfeld war ein Besuchermagnet. Drei naturnahe Gärten konnten begutachtet werden, dazu der Burggraben.
Die Familie Skinner in der Freiherr von Schrenk-Straße mit dem historischen Pflegamt zeigte ihren naturgartenzertifizierten Familiengarten mit Staudenpflanzen, Kletterpflanzen, echtem Wein, Hochbeet und ökologischen Ecken. Ebenso die Familie Kiener in der Bürgermeister Feldbauerstraße mit ihrem ebenfalls naturgartenzertifizierten langläufigen Garten mit viel Gemüseanbau und Kompostbewirtschaftung, alten Obstbäumen, Großbäumen und Hecken und mehreren wilden Ecken. Einen pflegeleichten Garten mit großen Trockenmauern, alten Obstbäumen, Gehölzraritäten, Silphie, Blühflächen und Hühnern zeigte die Familie Kulzer in der Freiherr von Schrenk-Straße. Der Burggraben ist eine öffentliche Grünfläche. In diesem Bereich gab es eine Bewirtung, ein Kinderprogramm und vieles mehr. Der Dorfplatz wurde zu einem Festplatz umgestaltet.
Lob für die Gärten
Konrad Weinzierl, der Teilbereichsvorsitzende der OGVs im Landkreis, hieß die Ehrengäste, Bürgermeisterin Alexandra Riedl, Kreisfachberaterin Susanne Deutschländer und die vielen weiteren willkommen. Er sagte: „Im Landkreis Cham wird dieser Tag in Wetterfeld groß gefeiert. Drei Besitzer von naturnahen Gärten, die Familien Skinner, Kiener und Kulzer sowie die Stadt Roding mit der Burgruine Wetterfeld und dem Burggrabengelände, öffnen heute die Gartentür. Rund um ein historisches Anwesen im Ortskern schmückt der liebevoll gestaltete, naturgartenzertifizierte Familiengarten in der Freiherr-von-Schrenk-Straße 3, die Hofstelle des gepflegten Kleinods mit Regenwassernutzung und Naturerfahrung. Marie-Luise Skinner, die auch Vorsitzende des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins ist, hat dort mit ihrer Familie und ihren Eltern – ihr Vater, Josef Busl war ebenfalls OGV-Vorsitzender – das Grundstück nochmals verschönert. Die Besucher erwartet ein Naturgarten mit vielen Stauden, Kletterpflanzen und echtem Wein. Ökologische Flächen mit Totholz- und Lesesteinhaufen und wilden Ecken finden ebenso ihren Platz, wie Rückzugsorte für Insekten, Igel und Co., große alte Obstbäume und versteckte lauschige Sitzplätze unter alten Obstbäumen.
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Gegenüber befindet sich ein weiterer, natürlich geprägter Garten, mit großen, praktisch gestalteten Freiflächen auf einem großen Grundstück. Es gehört der Familie Kulzer, wohnhaft in der Freiherr-von-Schrenk-Str. 2. Große Blühflächen, naturbelassene Trockenmauern, weitläufige, naturbelassene Wege und alte Obstbäume geben dem ehemals landwirtschaftlich geprägten Garten mit Hühnern ein besonderes Flair. Grünflächen extensiv genutzt, auch Steinmauern, mit einem Nahrungsangebot für Insekten und Kriechtiere, sind hier zu sehen. In der Nachbarschaft in der Bürgermeister-Feldbauer-Straße 8, versteckt sich der naturgartenzertifizierte große Garten der Familien Kiener jun. und sen. Nicht nur die Quantität auch die Qualität des Gemüseanbaus mit sehenswerter Kompostbereitung fällt dem Besucher des weitläufigen Gartens sofort auf. Sehenswerte Hecken, wilde Ecken, alte Obstbäume und großkronige Laubbäume spenden Obst und beschatten das großzügig gestaltete, großflächige Grundstück in Wetterfeld, in dem auch noch viel Platz für spielende Kinder vorhanden ist. Eine schöne Kombination eines Nutzgartens mit einem Wohn- und Spielgarten.“
Bürgermeisterin Alexandra Riedl lobte die Gartenbesitzer und die Wetterfelder: „Es macht uns sehr stolz, dass nicht nur der Landkreis, sondern darüber hinaus heute alle nach Wetterfeld schauen und die Wetterfelder so tolle Gärten präsentieren.“ Im Naturgarten geht es darum, dass man was wachsen lässt, mal was liegen lässt und so Naturräume schafft. Dies haben die drei Gärten in vorbildlichster Weise gemacht.“
Fester Termin im Kalender
Die OGV-Vorsitzende und Organisatorin des Tages, Marie-Luise Skinner hieß die Gäste willkommen, erläuterte kurz das zustande kommen der Veranstaltung und sagte: „Der Tag der offenen Gartentür war schon immer ein fester Termin in unseren Kalender. Ich war immer von diesen Gärten erfreut, holte mir Anregungen und kam auf die Idee, dies wäre für Wetterfeld auch mal was. Wir machten 2021 die Naturgarten-Zertifizierung. Da ist die Idee bei uns weitergewachsen. Ich redete mit der Dorfgemeinschaft. Die waren sofort begeistert.“





