Regensburg: Letzte Generation will sich nun jeden Montag festkleben

Aktivisten haben am Montag erneut den Verkehr auf der Nibelungenbrücke blockiert – und kündigten eine Klebe-Welle an.
Aktivisten der Letzten Generation haben am Montag gegen 16.30 Uhr die Nibelungenbrücke auf Höhe des Donau-Einkaufszentrums blockiert. Dadurch kam es für rund eine halbe Stunde zu einem Stau Richtung stadtauswärts. Ein Umstand, an den sich die Regensburger womöglich gewöhnen müssen: Simon Lachner, das wohl bekannteste Gesicht der Letzten Generation in Regensburg, kündigte im Gespräch mit der MZ an, dass die Gruppe fortan jeden Montag mit einer Blockade in Regensburg für Aufmerksamkeit sorgen möchte.
Regensburg: Aktivist Lachner nicht in Gewahrsam
Lachner war am Montag – im Gegensatz zum vergangenen Montag – Teil der Aktion. Vor sieben Tagen war Lachner im Vorfeld der Blockade von der Polizei in Gewahrsam genommen worden. Darauf verzichteten die Behörden diesmal. Ein Polizeisprecher sagte vor Ort, dass man jeden Einzelfall prüfe. Am Montag sei man zu dem Schluss gekommen, Lachner nicht in Gewahrsam zu nehmen. Vor Ort waren Ermittler der Kriminalpolizei. Zudem verteilten Beamte Formulare an Autofahrer, die im Stau standen.
Die Blockade sorgte für ein gespaltenes Echo. Noch bevor sich die Aktivisten auf den Boden klebten, stürmten aufgebrachte Autofahrer auf sie zu und schleiften sie von der Fahrbahn. Die Aktivisten ließen sich davon allerdings nicht weiter stören und kehrten beharrlich auf die Straße zurück.
Durchaus derbe Beleidigungen gegen Letzte Generation
Immer wieder äußerten Sympathisanten auch ihre Unterstützung für die Aktivisten. Einige skandierten „Klimaschutz ist kein Verbrechen.“ Wieder andere Passanten skandierten dagegen. Die Polizei forderte die Klima-Aktivisten mehrfach dazu auf, die Versammlung auf den Gehsteig zu verlegen. Die Gruppe kam dem nicht nach, weshalb sie nach rund einer halben Stunde nacheinander von der Straße gelöst wurden. Gegen 17.15 Uhr lief der Verkehr wieder einigermaßen flüssig.