Riesige Schlange bis in die Altstadt: 500 Menschen stürmen Regensburger Sternwarte

Von Daniel Steffen · 13. August 2026 um 09:12

Schon eine Stunde vor dem Einlass bildete sich eine riesige Schlange bis zum Alumneum. Rund 500 Menschen wollten die Sonnenfinsternis von der Regensburger Sternwarte aus beobachten. Dann begann ein spektakulärer Abend.

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Für viele war es das Himmelsereignis des Jahrzehnts, wenn nicht des Lebens: Die Sonnenfinsternis zu beobachten, war für etliche Regensburger ein großes Vergnügen. Zahlreiche Besucher hatten sich deshalb frühzeitig in der Sternwarte eingefunden, um das seltene Himmels-Spektakel über den Dächern der Altstadt zu bestaunen. Schon im Vorfeld war klar, dass es ein Ansturm auf die älteste Volkssternwarte Süddeutschlands geben wird.

So schön war die Sonnenfinsternis in Regensburg: Sehen Sie Videos, Fotos und zahlreiche Eindrücke der Regensburger in unserem Live-Ticker vom Mittwoch zum nachlesen.

Dass der Andrang letztlich so enorm war, überraschte das Sternwarten-Team dann doch: An die 500 Sonnenfinsternis-Anbeter bildeten ums Eck eine Riesen-Schlange bis hin zum Alumneum. Dabei zu sein, war das, was zählte – auch wenn man dafür eine Riesenportion Geduld mitbringen musste. Denn schon eine Stunde vor dem Einlass um 18.30 Uhr war klar, dass nicht allen Einlass gewährt werden konnte.

Geduld war angesagt, denn der Andrang war enorm.

Hundert Besucher kamen mit dem ersten Schwung rein und nach und nach rückten immer welche nach. Wer noch eine der Sonnenfinsternis-Brillen in der Sternwarte ergattern konnte, durfte sich glücklich schätzen. Rasch waren diese ausverkauft und so galt es, sich die „SoFi“-Brille unter den Besuchern zu teilen.

„Mega!“, „Wahnsinn!“, „sensationell!“: So erlebten Regensburger die Sonnenfinsternis

Nach dem anfänglichen Stress an der Warteschlange war die Stimmung wieder rundum harmonisch und auf dem Dach der Sternwarte teilten sich zahlreiche Gäste den knapp bemessenen Raum. Durch viele Teleskope konnte man in und oben auf der Sternwarte schauen und es bot sich ein klasse Blick bei abendlichem Traumwetter. In der Kuppel sah man die sich anbahnende Verfinsterung gar in 55-facher Vergrößerung. „Mega!“, „Wahnsinn!“ und „sensationell!“ hieß es immer wieder – und je weiter die Sonnenfinsternis voranschritt, desto größer war die Begeisterung.

Die So-Fi Brille auf der Nase zu haben, machte mehr als Sinn. Sie ermöglichte nicht nur einen präzisen Blick auf die Sonne, sondern trug auch maßgeblich dazu bei, dass die Netzhaut bei der Beobachtung ohne Schäden davonkam. Mit rund 20 Leuten vor Ort, erinnerte das Sternwarten-Team immer wieder daran. Überhaupt unterstützte es die Besucher bei allerlei Fragen – und wer dafür dankbar war, der durfte gern einen kleinen Betrag in das Sparschwein werfen.

Bester Blick auf Sonnenfinsternis: Über den Dächern der Regensburger Altstadt

Rasch zeigte sich: Es war das volle Himmelsspektakel geboten. Denn sowohl bei der maximalen Verfinsterung gegen 20:14 Uhr als auch beim Sonnenuntergang einige Minuten später war der Himmelskörper bestens zu sehen, ehe er aus der Perspektive der Sternwarten-Besucher hinter den Winzerer Höhen verschwand.

Die Höhe der Dachterrasse leistete den essenziellen Beitrag dazu, dass die Besucher über die Dächer der Altstadt hinwegschauen konnten. Kein Wölkchen trübte den Abendhimmel – und in Spitzenzeiten war die Sonne zu 89 Prozent durch den Mond verdeckt. Auch für das Sternwarten-Team war es ein „geiler Moment“, als die Sonnen-Sichel in die Winzerer Höhen eintauchte. Ein Riesen-Applaus begleitete den krönenden Abschluss und so konnte sich die „Crew“ sicher sein, dass sie für die Bevölkerung ein wunderbares Angebot geschaffen hatte. Bis zur nächsten totalen Sonnenfinsternis soll es übrigens bis zum Jahr 2081 dauern. Bis dahin fließt also noch viel Wasser die Donau hinunter.