Handy am Steuer: ACE zählt Verkehrsverstöße

Regensburg. Das Ehrenamt des Auto Clubs Europa (ACE) widmet sich 2026 mit seiner Clubinitiative „Kopf hoch!“ dem Thema Ablenkung im Straßenverkehr und checkt an Kreuzungen, wie viele Fahrzeugführende ein Handy in der Hand haben. Von April bis Juli wurde laut einer Pressemitteilung gezählt, wie viele Verkehrsteilnehmer das Handy in der Hand haben. Stephan Neu, Vorsitzender des ACE-Kreises Regensburg, und Vorstandsmitglied Anton Knitl waren in der Nordgaustraße und in der Kirchmeierstraße unterwegs, um Handy-Verstöße zu dokumentieren. An der Kreuzung Nordgau-straße/Brennesstraße seien zwischen 9.45 und 10.15 Uhr 316 Fahrzeuge gezählt worden. Sieben Fahrzeugführer (zwei Prozent) hätten das Handy in der Hand gehabt. Auffällig sei zudem gewesen, dass einige Fahrzeuge viel zu schnell unterwegs gewesen seien. An der Kreuzung Kirchmeierstraße/Dr.-Gessler-Straße hätten Neu und Knitl zwischen 12 und 12.30 Uhr 303 Fahrzeuge zählen können. Dort hätten elf Handy-Verstöße (vier Prozent) notiert werden müssen.
Verglichen mit früheren Erhebungen habe sich gezeigt, „dass weniger Autofahrerinnen und Autofahrer ihr Handy am Steuer nutzen“, sagt Neu. Aber: Man müsse davon ausgehen, dass dieser Rückgang vor allem auf die Technik der Autos zurückzuführen sei. Freisprechanlagen machten es möglich, zu telefonieren, ohne das Handy in die Hand nehmen zu müssen, sagen Neu und Knitl. Doch auch beim Telefonieren über eine Freisprechanlage sei der Fahrende abgelenkt. „Man konzentriert sich auf das Gespräch und lenkt die Aufmerksamkeit von der Straße auf das Gegenüber“, meint der Kreisvorsitzende.