Zu Donald Trumps Impfempfehlungen: Der Hellsichtige

Von Roland Holzapfel · 12. August 2026 um 05:00

In seinem eigenen Kosmos ist Donald Trump ein Universalgelehrter, der herkömmlichen Forschern schon mal Nachhilfe geben muss. Auch im medizinischen Bereich. Bereits in seiner ersten Amtszeit beeindruckte er die Fachwelt mit der Idee, die Zufuhr von Bleichmitteln könnte den menschlichen Organismus vor Corona schützen. Impfungen aller Art hält er für hochgradig überbewertet.

Nun empfiehlt er per Präsidialdekret, dass Kinder seltener und – wenns schon unbedingt sein muss – in größeren Abständen geimpft werden sollten. Die Injektionen hätten schließlich die furchterregende Größe einer Limonadenflasche, warnt er, außerdem könnten sie womöglich Autismus hervorrufen. Vermutlich hat er sich selbst niemals impfen lassen, denn autistische Verhaltensweisen wie das typische In-sich-gekehrt-sein sind bei Trump nicht erkennbar.

Mit Recht hat sein Name Einzug in die Welt der Wissenschaft gehalten; in den vergangenen Jahren sind bereits mehrere Tiere nach dem US-Präsidenten benannt worden. Eines davon ist „Dermophis donaldtrumpi“. Dabei handelt es sich um einen Lurch, der keine Augen für die Realität hat. Denn das Geschöpf ist nahezu blind und kann nur zwischen hell und dunkel unterscheiden – was Donald Trumps Weltsicht ziemlich genau beschreibt.