Zur Abwehr von Drohnen: Wir müssen uns verteidigen
Die Verunsicherung, die durch eine vollendete Drohnenattacke auf ein ukrainisches Flugzeug auf dem Flughafen Leipzig entstanden wäre, sie wäre fatal gewesen. Dass ein Busfahrer die Drohne zu Boden drückte und damit einen wohl russischen Anschlag auf deutschem Boden verhinderte, war ein Glück. Darauf verlassen darf sich die deutsche Politik aber nicht.
Natürlich: Alarmismus ist nicht angezeigt. Deutschland ist weder im Krieg, noch hat Russlands Diktator Wladimir Putin den Rubikon – sprich eine europäische Außengrenze – überschritten. Verständlich sind auch die Bedenken vieler Menschen hierzulande, die eine Aufrüstung der Bundeswehr als Kriegsgetrommelei missverstehen. Die Bundeswehr ist seit ihrer – damals umstrittenen – Gründung 1955 unter Konrad Adenauer bis heute eine Verteidigungsarmee. Sich selbst zu verteidigen und sein Staatsvolk zu schützen, ist eine zentrale Aufgabe des Staates.
Deutschland muss schmerzhaft viele bequeme, aber leider vermeintliche Wahrheiten über Bord werfen. Die Welt ist nicht mehr die der unbeschwerten 90er Jahre. Die Bedrohungen sind real. Aber wir können, wir müssen uns wehren: Neue technische Möglichkeiten, etwa durch KI und Cyberabwehrsysteme, gewähren Schutz. Ein Wettrüsten wie im Kalten Krieg will niemand. Aber wer Deutschland und mithin Europa verteidigen will, der muss ernsthaft an der Wehrfähigkeit des Landes arbeiten. Und wer Drohnen schickt, dem muss klar sein: Wir können, wir werden sie abfangen.