Waldbrand an der A93: Landwirte stehen 160 Einsatzkräften beim Kampf gegen Feuer zur Seite

Von Mittelbayerische Zeitung · 10. August 2026 um 15:20

In Holzhammer bei Schnaittenbach im Landkreis Amberg-Sulzbach ist am Montag ein Waldbrand ausgebrochen. Ersten Erkenntnissen zufolge waren rund 1000 Quadratmeter des „sehr großen Waldgebiets“ nahe der A93 von dem Feuer betroffen. Mittlerweile sei der Brand gelöscht – auch Dank der Hilfe von Landwirten, die mit Güllefässern anrückten.

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Die Alarmierung über den Waldbrand hat die Polizei am Montag gegen 13.30 Uhr erreicht, berichtet der Polizeisprecher auf Nachfrage. Demnach sei das Feuer rund 500 Meter nordöstlich von Holzhammer bei Schnaittenbach ausgebrochen. Ersten Erkenntnissen zufolge seien rund 1000 Quadratmeter „des sehr großen Waldgebiets“ von dem Brand betroffen. Es seien keine Menschen oder Gebäude gefährdet.

Bei dem Großeinsatz seien alle umliegenden Feuerwehren aus dem Landkreis alarmiert worden, berichtet der Polizeisprecher. Unter anderem seien Einsatzabschnitte eingeteilt worden, um die Löscharbeiten vom Boden aus zu koordinieren. Zudem liefere eine Feuerwehrdrohne Lagebilder aus der Luft.

Landwirte unterstützen bei den Nachlöscharbeiten

Gegen 17.15 Uhr teilte der Polizeisprecher mit, dass Feuer nahe Holzhammer gelöscht sei. Auch die Flammen auf der östlichen Seite des betroffenen Waldstücks seien „unter Kontrolle“ gebracht worden. Die Nachlöscharbeiten laufen.

Im Laufe der Löscharbeiten sei ein Feuerwehrmann leicht verletzt worden, berichtet der Polizeisprecher. Der Mann sei umgeknickt und bereits ärztlich versorgt. Weitere Menschen wurden bei dem Waldbrand nicht verletzt.

Verkehr auf der A93 nicht vom Waldbrand betroffen

Laut Polizei war der Verkehr auf der nahe dem Waldgebiet gelegenen A93 nicht vom Feuer und der Rauchentwicklung des Waldbrandes beeinträchtigt.

Zwischenzeitlich habe es dramatisch ausgesehen, weil Wind das Feuer weiter anfachte und sich die Flammen weiter in Richtung der Ortschaft trieb. Die Feuerwehr habe sich zunächst auf diese Feuerfront konzentriert. Dann hätten Bauern die Löscharbeiten mit wassergefüllten Güllefässern unterstützt. So habe der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden können.

Eine Feuerwehrdrohne lieferte beim Brand im Landkreis Amberg-Sulzbach Lagebilder aus der Luft. - Foto: Daniel Karmann/dpa

Insgesamt seien rund 160 Kräfte im Einsatz gewesen, darunter rund 120 Feuerwehrleute. Ein Feuerwehrmann sei leicht verletzt worden, er sei im unwegsamen Gelände umgeknickt.

Auch die Bergwacht und das THW waren unterwegs, um mit Quads die Lage auf unwegsamen Waldwegen zu erkunden und Einsatzkräfte mit Wasser und Essen zu versorgen.

Gerade erst war ein Waldbrand auf dem Johannisberg der Gemeinde Freudenberg im Landkreis Amberg-Sulzbach erfolgreich bekämpft worden. Hier brannten 6000 Quadratmeter, noch immer gebe es Nachlöscharbeiten. Es sei einer der größten Waldbrände Nordbayerns in diesem Jahr gewesen, hieß es.