Geplantes Aus für Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen: Das sagt Bayerns Transportbranche

Von Felix Flesch · 8. August 2026 um 05:00

Mit seinen geplanten Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw für besonders betroffene Güter hat der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) für Aufsehen gesorgt. Doch wäre das überhaupt umsetzbar? Stehen genug Lkw-Fahrer zur Verfügung? Das sagen Bayerns Transport- und Logistikunternehmen.

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„Ich finde die Pläne äußerst positiv, weil sie der Wirtschaft helfen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Landesverbands Bayerischer Transport- und Logistikunternehmen (LBT), Stephan Doppelhammer, auf Anfrage der Mediengruppe Bayern. An der Verfügbarkeit von Lastwagen werde es nicht scheitern. „Man muss allerdings die Lenk- und Ruhezeiten der Lkw-Fahrer beachten. Hier könnte es zu Problemen kommen.“ Prinzipiell sei jedoch auch hier eine Lösung denkbar.

Extremes Niedrigwasser in vielen deutschen Flüssen

Hintergrund ist das extreme Niedrigwasser in vielen deutschen Flüssen, das den Güterverkehr per Schiff massiv einschränkt. „Traditionell werden auf Schiffen schwere Güter transportiert. Daher würden, falls die Pläne umgesetzt werden, die Schwertransporte auf den Straßen deutlich zunehmen“, sagt Doppelhammer. Aktuell bleibe fast nur die Verlagerung auf die Straße, da der Güterverkehr auf der Schiene durch die aktuelle Generalsanierung ebenfalls eingeschränkt sei.

Regelrecht euphorisch wird Doppelhammer, wenn es um Bilgers zweite Ankündigung geht: Schwertransporte, die auf die Straße verlagert werden müssen, sollen schneller eine Genehmigung erhalten. „Das wäre ein Traum“, sagt er. Der Genehmigungsprozess durch die Landratsämter sei teilweise „sehr mühselig“.

Doppelhammer betont aber auch, dass es in Bayern ohnehin deutlich besser laufe als im Rest Deutschlands. „Im Freistaat muss ein Unternehmen im Schnitt drei Wochen auf eine Genehmigung warten“, erklärt er. In den anderen Bundesländern seien es oftmals acht bis zwölf Wochen.