Großeinsatz am Steinberger See: Wasserwacht rettet vermissten Schwimmer

Ein vermisster Schwimmer hat am Sonntagabend am Steinberger See im Landkreis Schwandorf einen Großeinsatz ausgelöst. Eine dreiköpfige Familie hatte ihren 24-jährigen Sohn beim Schwimmen aus den Augen verloren. Weil der junge Mann nach Angaben seiner Angehörigen ein schlechter Schwimmer sei, setzte die Familie am Abend einen Notruf ab.
Daraufhin rückten um kurz nach 19 Uhr fünf Schnelleinsatzgruppen der Wasserwacht mit rund 60 Einsatzkräften an. Unterstützt wurden sie von den Feuerwehren Klardorf und Steinberg am See. Auch die Polizei Schwandorf war vor Ort. Der Vermisste hatte es unterdessen aus eigener Kraft bis zu einer Insel im See geschafft.
Familienangehörige standen unter Schock
Anschließend wurde der Schwimmer dem Rettungsdienst übergeben und untersucht. Nach Angaben von Einsatzleiter Philipp Wolf von der Wasserwacht Schwandorf konnte der junge Mann noch vor Ort wieder entlassen werden. Medizinische Betreuung benötigten jedoch auch seine Familienangehörigen. Sie standen nach dem bangen Warten unter Schock und wurden vom Rettungsdienst versorgt.
Die BRK-Wasserwacht nimmt den glimpflich ausgegangenen Einsatz zum Anlass, erneut auf die Gefahren längerer Strecken in offenen Gewässern hinzuweisen. Wer weiter in einen See hinausschwimmt, sollte nicht allein unterwegs sein und eine Schwimmboje mitnehmen. Sie bietet erschöpften Schwimmern die Möglichkeit, sich festzuhalten, und macht sie zugleich für andere Wassersportler besser sichtbar.
Kampagne soll Bewusstsein für Gefahren im Wasser stärken
Genau darauf legt auch die Kampagne „Bayern schwimmt 2026“ der Wasserwacht Bayern einen Schwerpunkt. Sie verbindet Übungen zur Selbstrettung mit dem Einsatz einer Schwimmboje und soll das Bewusstsein für Gefahren im Wasser stärken. Die Wasserwacht betont allerdings, dass eine solche Boje kein Rettungsgerät ist und nur von sicheren Schwimmern verwendet werden sollte.