BMW will Jobs abbauen – und macht 50.000 Beschäftigten ein Angebot

Von Regina Ehm-Klier · 29. Juli 2026 um 10:45

Auch BMW will Personal einsparen – vor allem in Deutschland: Am Mittwochvormittag fanden die Betriebsversammlungen an den deutschen Standorten von BMW statt. Dabei wurde ein Angebot vorgestellt, das die Konzernspitze und der Betriebsrat gemeinsam auf den Weg gebracht haben: Kein Kündigungsprogramm – der Autobauer setzt auf Altersteilzeit und Abfindungen.

Wie die Mediengruppe Bayern aus Unternehmenskreisen erfuhr, gehörten 50.000 Beschäftigte in Deutschland zur Zielgruppe, die dieses Angebot annehmen könnten. Dabei wird betont: Die Produktion ist nicht vom Abbau betroffen.

Mehr dazu: Krise in der Autoindustrie: BMW baut weltweit 8000 Jobs ab

Mit einer Eilmeldung von Autobauer BMW rüttelte am Mittwochmorgen die Deutsche Presseagentur auf: 8000 Jobs sollen abgebaut werden. Weltweit. Es war eine Eilmeldung der Agentur, keine aber, die BMW börsenrechtlich als Adhoc-Meldung veröffentlichen müsste. Denn mit einem „leicht sinkenden“ Personalstand war bereits die Prognose des Jahresberichts im Frühjahr versehen worden.

50.000 Beschäftigte bekommen ein Angebot

Aber auch BMW weht der raue Wind der schwachen Konjunktur und Krise in China ins Gesicht. Der Autobauer will sparen und personell schrumpfen. Allerdings auf freiwilliger Basis, wie aus Unternehmenskreisen am Vormittag zu erfahren war. Nach Informationen der Mediengruppe Bayern erhalten BMW-Beschäftigte Angebote, das Unternehmen zu verlassen – 50.000 Frauen und Männer in Deutschland könnten davon Gebrauch machen.

Das alles wird freiwillig geschehen, heißt es bei BMW: Die Beschäftigungsgarantie, die jährlich verlängert wird, gelte weiterhin. Und: Die Angebote, das Unternehmen zu verlassen, bekommen ausschließlich Beschäftige aus dem nichtproduktiven Bereich, das heißt aus der Verwaltung und Entwicklung. Niemand, der am Band steht, müsse Angst um seinen Arbeitplatz haben, war weiter zu erfahren.

Betriebsversammlungen am Mittwochvormittag

Weiterer Grund für den Sparkurs ist aber auch, dass die Neue Klasse, BMWs größtes Entwicklungsprojekt, auf dem Markt bzw. auf der Straße ist. Der Entwicklungsbedarf sinkt, auch KI hält immer weiter Einzug in verschiedene Bereiche.

Eiligst wurden am Mittwoch noch die Informationen verbreitet, denn in Deutschland fanden die turnusgemäßen Betriebsversammlungen statt. Zunächst gab es, wie unsere Zeitung erfuhr, am Vormittag eine eine interne Schalte mit des Vorstands mit CEO Milan Nedeljkovic an der Spitze und den Betriebsratsvorsitzenden der deutschen Standorte, angeführt von Dr. Martin Kimmich, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats, und seinem Stellvertreter Stefan Schmid, Betriebsratsvorsitzender des Werks Dingolfing, größter Produktionsstandort des Unternehmens in Europa.

Um 10 Uhr begannen die Betriebsversammlungen.