Gemeinderat Deining bringt zwei Millionenprojekte auf den Weg

Von Vera Gabler · 29. Juli 2026 um 11:00

Zwei große Projekte für die Zukunft, die Dorferneuerung in Siegenhofen und der Neubau eines Generationen- und Kulturzentrums mit Bücherei im Ortskern von Deining, sind mit einstimmigem Beschluss des Gemeinderates auf den Weg gebracht worden. Da es für beide Vorhaben Förderbescheide gibt, ist nun klar, was das die Gemeinde kosten wird.

Für beide Vorhaben ist der Baubeginn bis April/Mai 2027 geplant.

Bürgermeister Peter Meier erklärte zur Dorferneuerung Siegenhofen, dass im März ein Arbeitskreis mit 15 Vertretern der Siegenhofener Vereine Anregungen gesammelt habe.

Das ist in Siegenhofen alles geplant

Die wesentlichen Maßnahmen seien der Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses in der Ortsmitte. Die Feuerwehr soll mit einem neuen Stellplatz integriert werden und an gleicher Stelle soll auch ein Lagergebäude aus Holz gebaut werden.

Außerorts sollen das ehemalige Raiffeisenlager und die Feuerwehrgarage abgebrochen, entsiegelt und der Platz naturnah angelegt werden. Laut dem Bürgermeister liegen die Gesamtkosten bei rund 2,6 Millionen Euro. Der Feuerwehrstellplatz selbst sei nicht über die Dorferneuerung förderfähig. Damit lägen die förderfähigen Kosten bei rund 2,17 Millionen Euro. Der Fördersatz von 75 Prozent sei durch das Amt bereits bestätigt worden, der gemeindliche Eigenanteil betrage somit rund 800 000 Euro, erklärte Meier. „Selbstverständlich wird auch für diese Maßnahme erhebliche Eigenleistung verlangt, wodurch sich die Baukosten noch reduzieren können.“ Bedauerlichweise gebe es von Seiten der Förderstelle keine Förderungen für Privatmaßnahmen mehr, ergänzte der Rathauschef.

Kulturzentrum Deining: 1,65 Millionen Euro an Fördergeldern

Für die Errichtung des Generationen- und Kulturzentrums mit Bücherei habe die Gemeinde am 14. Juli den Förderbescheid erhalten, informierte Meier. Den geplanten Neubau neben dem Rathaus fördere die Regierung der Oberpfalz mit 1,65 Millionen Euro. Die Fördersumme basiere auf kalkulierten Gesamtkosten von 3,25 Millionen Euro, von denen die Regierung 2,76 Millionen Euro als förderfähig anerkenne. „Damit liegt die Förderquote bei rund 60 Prozent der förderfähigen Ausgaben“, erklärte Meier, bevor der Gemeinderat den weiteren Schritten zustimmte.

Da in der ehemaligen Gemeinde Waltersberg kein Gemeinderatsmitglied im Gemeinderat vertreten ist, wurde beschlossen, eine Ortssprecherwahl durchzuführen, damit Waltersberg wieder im Gremium vertreten ist. Sie soll dieses Jahr im Herbst stattfinden.

Zum Ferienprogramm informierte Meier, dass bereits 455 Anmeldungen eingegangen seien. Zum Teil seien auch schon Zusatztermine aufgenommen worden, es gebe aber auch noch Angebote mit freien Plätzen. Kindern, die noch auf Wartelisten stehen, versuche man gerecht zu werden. Die nächste Sitzung des Gemeinderats ist am 15. September.