Wendelinfest ohne Musikprogramm: Neues Konzept erwies sich in Schwandorf als Volltreffer

Von Xenia Wilk · 27. Juli 2026 um 17:00

Kein lautes Musikprogramm, keine aufwendige Inszenierung, dafür volle Tische und gute Gespräche: Das Wendelinfest hat am Wochenende gezeigt, dass manchmal weniger mehr ist. Rund 5000 Besucher kamen an zwei Tagen und beherzigten damit das Motto „Feian wia freja“.

Der Startschuss fiel am Samstag mit dem Bieranstich durch Oberbürgermeister Andreas Feller (BLS). Zum Augustiner vom Fass gab es unter anderem Bratwurst- und Steaksemmeln vom Grill und bayerische Schmankerln, die der Serviceclub Round Table 185 Schwandorf kredenzte.

Für kulinarische Abwechslung sorgten der Fisch-Michl mit frisch gegrillten Makrelen und die Braten von Catering Kamseder am Sonntag. Auch der gute Zweck kam beim Feiern nicht zu kurz. Denn Round Table Schwandorf will den Erlös aus dem Wendelinfest für eine Schulranzen-Aktion verwenden: 21 Grundschulkinder aus sozial benachteiligten Familien sollen mit einem Schulranzen und einer Grundausstattung an Schulmaterial ausgestattet werden.

Konzept kam bei den Besuchern überwiegend gut an

Bei den Besuchern kam das neue Konzept überwiegend gut an. „Es ist eine sehr gelungene Veranstaltung. Die Preise sind gut, und es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel ehrenamtlichem Engagement die Mitglieder das Fest auf die Beine stellen“, sagte UW-Stadtrat Kurt Mieschala. Claudia Held aus Schwandorf besucht das Fest immer wieder gerne: „Das Wendelinfest ist jedes Mal aufs Neue sehr schön. Man trifft hier oft Menschen, die man sonst nicht so häufig sieht und hat die Gelegenheit, in gemütlicher Atmosphäre miteinander zu ratschen.“

Für das leibliche Wohl der Gäste sorgten unter anderem die Mitglieder von Round Table 185 Schwandorf. - Foto: Xenia Wilk

Auch Manuel Brolich aus Schwandorf zeigte sich überzeugt: „Besonders gefällt mir, dass auf Musik verzichtet wird – dadurch kann man sich viel besser unterhalten und die gemütliche Atmosphäre genießen.“ Timo Duscher aus Roding lobte vor allem das kulinarische Angebot: „Das Essen schmeckt sehr gut. Die Auswahl ist groß, und es ist schön, dass so viele regionale Produkte angeboten werden.“

Michael Söllner aus Schwandorf fand die Gestaltung des Festes zwar gelungen, sah aber noch etwas Spielraum: „Das Konzept ist gut, aber ein bisschen Musik hätte nicht geschadet, um die Atmosphäre noch etwas aufzulockern.“

Am Ende zogen die Organisatoren eine positive Bilanz. Das Fest verlief ohne Zwischenfälle. Sollten sich in zwei Jahren erneut genügend Helfer finden, steht einer Neuauflage nichts im Wege.