Das Mittelalterfest Cave Gladium in Furth im Wald bietet heuer einige Neuerungen

Das Cave Gladium im Schatten des Further Stadtturms, schöner kann ein Mittelalterspektakel nicht liegen. Vom 14. bis zum 16. August öffnen sich die beiden großen Holztore hinein ins Gewimmel wieder. Pressereferentin Greta Brock hat verraten, wie der Stand der Vorbereitungen ist und was die Besucher in diesem Jahr erwartet.
Gleich zu Beginn weist Brock auf die Familienpreise hin. „Wir sind für die drei Tage bewusst günstiger geworden, wollen sozialverträglich sein.“ In Zahlen bedeutet das, gewandete Personen zahlen für alle drei Tage lediglich zwei Euro Eintritt.
Kostenloser Kurs für historische Tänze
Alle anderen müssen für die Zeit vom 14. bis zum 16. August zwölf Euro an der Kasse berappen. Tagestickets kosten für Freitag und Samstag sechs Euro, am Sonntag sind noch fünf Euro fällig.
Eine Änderung dürfte vor allem Fans der großen Mittelalterschlacht interessieren. Die Musterung (15.30 Uhr) für den Hussitenkrieg am Freitag findet jetzt nicht mehr in der Arena, sondern direkt auf der Feldschlachtwiese statt. „Inzwischen ist es im August oft so heiß, dass man den Teilnehmern kaum zumuten kann in ihren schweren Rüstungen von der Arena zum Kampfplatz zu laufen“, so die Pressereferentin. Eine weitere Neuerung betrifft ebenfalls die Arena. Dort findet am Samstag um 18.40 Uhr erstmals ein Kurs für historische Tänze statt. Der Teilnahme ist kostenfrei.
Ebenfalls zum ersten Mal dabei ist ist die Formation Lux Aeterna aus dem fränkischen Fürth. Sie bieten laut Brock eine bunte Mischung aus Musik, Tanz (auch orientalisch) und Gaukelei. Am Freitagabend führen sie darüber hinaus ein Feuermärchen auf. Alle, die jetzt befürchten, Ameno Signum würden diesmal fehlen, kann die Pressereferentin beruhigen: Die Publikumslieblinge haben ihren Auftritt am Samstagabend (21.40 Uhr). Der Barde Bernd von Ammerberg taucht immer wieder unter den Besuchern auf und unterhält musikalisch. Sein Kollege, der Stammgästen bereits bestens bekannte Barde Barlhow, ist ebenfalls wieder mit von der Partie. „Wie man sieht, beim Programm setzen wir auf Bewährtes und auch auf Neuerungen.“ Nicht fehlen darf natürlich die Band Fatzwerk, die heuer ein Jubiläum auf dem Cave feiert. Im Jahr 2007 seien sie auf einmal dagewesen, erinnerte sich Cave-Chef Daniel Reitmeier einmal im Gespräch mit dem Bayerwald-Echo. Bühne eins sei frei gewesen und so konnte die Erfolgsgeschichte starten. Die möchte sicher auch die Mittelalter- und Folkband Satyrias schreiben. „Eine absolute Stimmungsband mit Dudelsack“, sagt Brock und ergänzt: „Die können auch rockig.“ Annika Bosek und Korbinian Groß sind als historisches Ensemble Cresceamus ebenfalls vor Ort. Laut Brock haben sie angekündigt, dass aus dem Duo inzwischen ein Trio geworden ist.
Sagen, Mythen und Märchen für Kinder und Erwachsene
Das Cave ist stets eine große Spielwiese für Kinder. Peter von Ratisbona heißt der neue im Bereich Kasperle-Theater, der mit einem fantasievoll geschmückten Zelt anreist. Schon im vergangenen Jahr gab es eine Märchenerzählerin, die auch heuer wieder dabei sein wird. Tagsüber erzählt sie Märchen, Sagen und Mythen für Kids und abends sind die Erwachsenen dran.
Den Bogenschießstand übernehmen neu die Wittelsbacher Drachenschützen. Sie leiten nicht nur das Turnier an, hier kann jeder, auch ohne Vorkenntnisse, Robin Hood spielen und den Bogen spannen. Vier neue Lagergruppen sind heuer dabei, aus Berlin ist dabei die weiteste Anreise. Derzeit werkelt das Team laut Brock jeden Samstag auf dem Gelände, es gibt viel zu tun. Die heiße Phase startet dann Anfang August. „Es macht riesig Spaß im Team zu arbeiten, alle sind kreativ, jeder ist gleichberechtigt.“