Vier Solarparks im Landkreis Regensburg geplant: Daran sollen Orte ordentlich verdienen

Vier neue Solarparks sollen im Landkreis Regensburg entstehen. Die Kommunale Energie Regensburger Land eG (KERL) und die in Regensburg beheimatete Perigus Energy Deutschland GmbH haben dafür Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet. Das berichtet das Landratsamt in einer Pressemitteilung. Für die Gemeinden Barbing, Brennberg sowie Wörth und Wiesent soll das durchaus lukrativ sein.
Ziel ist es demnach, die Energiewende in der Region voranzubringen und die Standortkommunen an der Wertschöpfung der Projekte zu beteiligen. Die Vereinbarungen umfassen vier geplante PV-Freiflächenanlagen in den Gemeinden Barbing, Brennberg sowie Wörth und Wiesent. Weitere kommunale Solarprojekte seien in der Entwicklung.
Landrätin Tanja Schweiger, Vorstandsvorsitzende der KERL eG, begrüßt die Zusammenarbeit: „Die Energiewende gelingt besonders dann, wenn Kommunen gemeinsam handeln und ihre Interessen bündeln. Genau dafür haben wir die KERL gegründet.“
Photovoltaik im Landkreis Regensburg
Im Rahmen der Kooperation hat die KERL die Flächen für die vier PV-Freiflächenanlagen gesichert und übernimmt die weitere Koordinierung mit den beteiligten Kommunen. Perigus Energy verantwortet die Projektentwicklung, den Bau sowie den Betrieb der Solarparks und organisiert die Umsetzung der kommunalen Beteiligungsmodelle. „Die KERL bringt die kommunale Perspektive und ihre regionale Vernetzung ein, während Perigus Energy seine langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Umsetzung erneuerbarer Energien beisteuert“, sagt Harald Hillebrand, Geschäftsführer der KERL eG.
„Mit dieser Kooperation schaffen wir eine starke Grundlage für regionale Wertschöpfung und eine nachhaltige Energieversorgung im Landkreis Regensburg“, meint Karl Söllner, Aufsichtsratsvorsitzender der KERL eG. Auch Perigus Energy sieht in der Kooperation einen wichtigen Beitrag für die regionale Energiewende. Stefan Bachmaier, Geschäftsführer bei Perigus Energy Deutschland, sagt: „Als Unternehmen mit Sitz in Regensburg ist es uns ein besonderes Anliegen, die Energiezukunft in unserer Heimatregion gemeinsam mit der KERL und den beteiligten Kommunen aktiv mitzugestalten.“
Solarfelder an der A3, in Weihern und Hungersacker - und in Brunn und Laaber?
Die KERL und Perigus Energy streben eine zügige Umsetzung der vier Projekte an. Diese befinden sich demnach derzeit in einem „frühen Entwicklungsstadium“ und müssen die regulären Planungs- und Genehmigungsverfahren durchlaufen. Geplant sind folgende PV-Freiflächenanlagen: in Barbing entlang der Autobahn A3, in Brennberg im Gemeindeteil Innenlehen sowie in Wörth/Wiesent im Gemeindeteil Weihern und auch im Gemeindeteil Hungersacker.
Über die KERL können sich die beteiligten Kommunen per Eigenkapitaleinsatz an den Projekten beteiligen. Für jeden der vier geplanten Solarparks erhält die KERL einen festgelegten Anteil an den neu gegründeten Projektgesellschaften. Ergänzt wird das Beteiligungsmodell durch die Kommunalbeteiligung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Die Standortkommunen erhalten 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde Strom. Die Einnahmen können von den Kommunen frei für Projekte vor Ort eingesetzt werden und kommen damit den Bürgern zugute. Die Zusammenarbeit zwischen der KERL und Perigus Energy besteht seit 2024. Ein weiteres gemeinsames Projekt befindet sich auf den Gemarkungen der Gemeinde Brunn und des Marktes Laaber in Planung.