Letzter Ausschank für Irlbacher Bier auf Straubinger Gäubodenfest – Ab 2027 neue Brauerei gesucht

Zu einer der Größen auf dem Straubinger Gäubodenfest gehört die Familie Krönner mit ihrem Festzelt und dem Irlbacher Bier, das dort ausgeschenkt wird. Doch das Traditionsbier erfüllt nicht mehr die Voraussetzungen, um auch 2027 beim Volksfest mit dabei zu sein. Ein letztes Mal kann die Maß der Traditionsbrauerei aber noch dort gestemmt werden.
„Die Schließung des Brauereistandorts am 1. Januar 2026 war der Knackpunkt“, wie Daniel Winklmaier, Leiter der Straubinger Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH, die das Gäubodenfest organisiert, am Telefon erklärt. Zuvor war die Schlossbrauerei im Jahr 2016 von der Brauerei Arcobräu Moos (Landkreis Deggendorf) übernommen worden.
Wirtschaftliche Lage für Brauereien ist schwierig
Im Januar folgte die Schließung: Die Investitionen von fünf Millionen Euro, die für den Standort Irlbach laut Arcobräu nötig seien, wären wirtschaftlich nicht zu stemmen. „Die Brauereien tun sich eben schwer“, so Winklmaier. Seitdem wird das Irlbacher Bier in Moos gebraut – und erfüllt damit nicht mehr die Voraussetzungen für das Straubinger Gäubodenfest.
„An der Ausschreibung dürfen nur Brauereien teilnehmen, die in der Stadt Straubing oder dem Landkreis Straubing-Bogen in Eigenständigkeit das ganze Jahr über brauen. Die einzige Ausnahmeregelung gilt für Arcobräu Moos“, wie Winklmaier erklärt. Die Regelung schließe aber die Schlossbrauerei Irlbacher nicht mit ein, weshalb 2027 nach 29 Jahren des Ausschanks auf sie verzichtet werden muss.
Mehrere Brauereien kommen infrage
Familie Krönner blickt positiv auf die Zusammenarbeit mit der Schlossbrauerei zurück. Josef Krönner junior spricht im Telefonat mit unserer Zeitung von einem „sehr guten Miteinander“, dass man gerne fortgesetzt hätte. Für das kommende Jahr hat die Familie die Wahl, wie Winklmaier erklärt. Neben Arcobräu, gibt es auch noch die Brauereien Röhrl, Erl-Bräu, Klett oder Stöttner, die in Frage kämen. Doch wie Josef Krönner betont, lasse man das auf sich zukommen. „Jetzt machen wir erstmal dieses Gäubodenfest.“