Sperrung der Bahnstrecke Regensburg-Nürnberg bremst Glasfaserausbau in Velburg und Seubersdorf

Die Bahnunterführung in der Nürnberger Straße in Seubersdorf ist zum Nadelöhr für den Glasfaserausbau geworden. Weil die Sperrung der Bahnstrecke Regensburg–Nürnberg länger dauert als geplant, verzögert sich der Glasfaserausbau in Velburg und Teilen Seubersdorfs.
Die Querung der Bahnunterführung gilt als Schlüsselstelle für das gesamte Ausbaugebiet. Über die Technikzentrale mit dem sogenannten Point of Presence (PoP) in der Bahnhofstraße in Seubersdorf werden sämtliche von der Laber-Naab-Infrastruktur GmbH (LNI) erschlossenen Gemeindeteile in Velburg sowie die nördlichen Ortsteile Seubersdorfs angebunden.
Gleichzeitig wird dort auch die Infrastruktur der Telekom mitverlegt. Ursprünglich wollte die LNI die Verbindungstrasse dorthin bereits in den Pfingstferien herstellen. Weil die notwendige Genehmigung der Deutschen Bahn für die Querung der Bahnunterführung zunächst fehlte, musste der Termin jedoch verschoben werden.
Vollsperrung der Nürnberger Straße scheitert am Schienenersatzverkehr
Denn für die Arbeiten ist eine mehrtägige Teil- oder Vollsperrung der Nürnberger Straße erforderlich. Nach Angaben der LNI hatte das Unternehmen verschiedene Alternativen vorgeschlagen, darunter Bauarbeiten während der Pfingstferien oder an Wochenenden mit geringerem Pendlerverkehr. Diese Varianten ließen sich wegen des Schienenersatzverkehrs jedoch nicht umsetzen.
Deswegen wurde laut Meyer alles für den Tag vorbereitet, an dem die Bahn wieder fährt. „Seit Monaten haben wir auf den 13. Juli hingearbeitet. Die Verlängerung der Bahnstreckensperrung kam für uns überraschend und zwingt uns nun zu einer weiteren Verschiebung“, sagt der LNI-Geschäftsführer, der vor einem Problem steht. Der nun erwartete Baustart am 3. August falle mitten in die Haupturlaubszeit der Bauwirtschaft. Trotzdem wolle die LNI zusammen mit dem Baupartner Josef Rädlinger die Arbeiten unmittelbar nach der Freigabe durch die Deutsche Bahn zügig umsetzen.