Operngala Don Giovanni verzaubert das Publikum in der Park-Arena Furth im Wald

Ein skrupelloser Schwerenöter, ein zu jeder Zeit dienstbarer Freund und eine verschmähte Ex-Geliebte, garniert mit einer bestens aufgelegten Hofkapelle München – fertig sind die Hauptzutaten für Don Giovanni. Im Rahmen einer besonderen Gala präsentierten drei außergewöhnliche Sänger ausgewählte Arien aus der Oper. Dafür gab es vom Publikum in der Park-Arena beim Schlussapplaus stehende Ovationen.
„Musikgenuss und dabei anderen Menschen helfen, das passt zusammen“, sagte Karl Macharowsky, Präsident des Lions-Clubs Bayerwald bei seiner Begrüßung. Der Gewinn werde für wohltätige Zwecke gespendet.
Dank für die gute Zusammenarbeit
Die wohltätigen Löwen haben dieses Charity-Event ins Leben gerufen und organisiert. An Thomas E. Bauer, Intendant des Blaibacher Konzerthauses, gerichtet sagte Macharowsky: „Ich habe einfach mal bei dir angerufen.“ Auch wenn ein Open Air für eine Veranstaltung dieser Art nicht ganz einfach sei, habe Bauer schnell zugesagt. „Danke für den Mut“, so der Lions-Chef. Sein Dank ging auch an die Stadt, das Kulturamt und an alle ehrenamtlichen Helfer. Ähnlich äußerte sich der Blaibacher Intendant: „Es hat mir sehr imponiert, dass alle mitgeholfen haben.“
Im Anschluss daran führte Bauer, der an diesem Abend auch den Don Giovanni gab, in das Stück ein. Er tat das auch in der Folgezeit bei seinen Erklärungen mit Witz und entwaffnendem Humor, holte die berühmte Oper von Wolfgang Amadeus Mozart so aus dem 18. Jahrhundert in die Gegenwart.
Eine Arie, die man so schnell nicht vergisst
Die perfekte Vorbereitung auf einen Abend voller Arien, Duetten und Ensembles, die auch unerfahrenen Operngängern das Genre näher brachten. Die Akteure sangen und spielten derart überzeugend und pointiert, dass man verstehen konnte, ohne der italienischen Sprache mächtig zu sein. Don Giovanni brillierte in seiner Rolle als Casanova. Nicht weniger überzeugend spielte Daniele Terenzi den Leporello.
Besonders amüsant als Don Giovanni seinen Kumpel dazu zwingt in seine Rolle zu schlüpfen. Als Lenneke Ruiten zur Abschluss-Arie anhob und dem Publikum die ganze Trauer und Verzweiflung der Donna Elvira präsentierte, waren das Gänsehautmomente. Spätestens jetzt war auch dem letzten Besucher klar, dass er Teil eines besonderen Abends war. Ein Sonderlob auch für die Hofkapelle München unter der Leitung von Rüdiger Lotter. Sie spielten mit Instrumenten, wie sie bei der Premiere der Oper im Jahr 1787 auch verwendet wurden. Auch sie bescherten perfekten Musikgenuss und trugen dazu bei, dass es das Publikum beim Schlussapplaus von den Sitzen riss.





