Ein Volksfest, das in Erinnerung bleibt: Positive Bilanz zu Rodings „fünfter Jahreszeit“

Von Thomas Mühlbauer · 6. Juli 2026 um 17:00

Wenn man sich am Rodinger Volksfest in den vergangenen neun Tagen etwas umgehört hat, stieß man eigentlich immer wieder auf dieselbe Aussage – super organisiert, hervorragende Schausteller, gutes Bier und ein Rodinger Original mit Festwirt Stefan Fichtl.

Schon das Auftaktwochenende brach Rekorde, zwar nicht vom Besucheransturm her, aber von den Temperaturen. Die „fünfte Jahreszeit“ begann an einem der heißesten Wochenenden der vergangenen Jahre. Das führte dazu, dass Stadt und Festwirt reagieren mussten und den Volksfesteinzug am Sonntag von 15.30 auf 18 Uhr nach hinten verlagerten. In Nachgang gab es viele Stimmen zu hören waren, die das gerne in jedem Jahr so hätten. Auch die Festküchen Haberzeth und Gleixner erfuhren großen Zulauf.

Michael Haberzeth von der Festküche Haberzeth: „Es ist für uns sehr gut gelaufen, die ersten Tage waren etwas schlechter, weil es so heiß war.“ So habe man deutlich gemerkt, dass weniger gegessen worden ist. „Aber ab Dienstag ging es bergauf, im Großen und Ganzen sind wir zufrieden“, so die Bilanz.

Ein Prosit auf das gelungene 71. Rodinger Volksfest - Foto: Reinhard Schreiner

Vor allem am zweite Wochenende, an dem die Temperaturen erträglicher wurden, erfuhr das Volksfest großen Zulauf, vor allem am Donnerstag, dem Städte- und Gemeindetreffens mit großem Feuerwerk. Das sieht auch Haberzeth so: „Das waren sehr gute Tage.“ Dass der Festzug am ersten Sonntag so spät durchgeführt wurde, sieht Haberzeth sehr positiv, gerade für das Abendessen im Anschluss: „Für uns war es gut. Man hat gemerkt, die, die vom Festzug kamen, haben dann auch was gegessen.“ Und da ist er bei einem Punkt, mit dem er, ohne es direkt auszusprechen, wohl auch bei der Stadt um Bürgermeisterin Alexandra Riedl vorstellig werden dürfte: „Wir haben festgestellt, wenn der Festzug am Nachmittag ist, gehen die Leute kurz ins Zelt, dann ist es ihnen zu warm und sie gehen wieder raus und bleiben nicht bis abends.“ Wäre es eine Überlegung wert, den Festzug dauerhaft auf 18 Uhr zu legen? Haberzeth: „Ja, das könnte man sich überlegen.“ Die Zusammenarbeit mit Festwirt Fichtl bezeichnet er als sehr positiv und angenehm.

Wer Durst hatte, musste nicht lange warten. - Foto: Reinhard Schreiner

Nina Aumer von der Festküche Gleixner sagt: „Wir sind sehr zufrieden, auch wenn das erste Wochenende sehr heiß war, aber dafür ist es am Mittwoch sehr gut gelaufen.“ Und auch Aumer gibt unumwunden zu: „Wir hätten es uns nicht besser wünschen können, als dass der Volksfesteinzug am Sonntag erst um 18 Uhr ist.“ Und sie hat den Wunsch, dass es für die Zukunft so bleibt, gegenüber der Bürgermeisterin schon hinterlegt. Aber auch mit 17 Uhr könnte sie sich anfreunden. Dem Nachmittag gegenüber bleibt sie skeptisch: „Da haben wir mittags nichts und abends nichts.“ Gerade an den beiden Sonntagen waren beide Festküchen bestrebt, ein besonderes Angebot anzubieten, das von den Leuten gut angenommen wurde.

Auch die Geistlichkeit mit Stadtpfarrer Matthias Kienberger (3. von rechts), Pfarrer Ben aus Rom (Mitte), Kaplan Bastian Neumann (links) und der evangelischen Seelsorgerin Ruth Endes (2. von links) war in Feierlaune. - Foto: Reinhard Schreiner

In diesem Jahr bekamen die beiden Festküchen, die hinter der Bühne platziert sind, Zuwachs in Form des Riesenrades, welches neben dem Festzelt aufgebaut wurde. Das fand Aumer sehr positiv: „Es ist schön, dass wir das Riesenrad direkt neben uns hatten. Natürlich sind wir auch damit gefahren.“ Und auch an Fichtl richtet sie lobende Worte: „Ich könnte mir keinen besseren Festwirt vorstellen als ihn.“

Freuen sich über ein gelungenes Volksfest: (von links) Bürgermeisterin Alexandra Riedl, Festwirt Stefan Fichtl, Volksfest-Prinzessin Julia Haberzeth und Festkönig Jupp Brantl. - Foto: Reinhard Schreiner

Volksfest-Königin Julia Haberzeth blickt ebenfalls positiv gestimmt zurück: „Es war Wahnsinn. Ich hab mich riesig gefreut, dass so viele Leute da waren und immer das Zelt voll war.“ Für die Zukunft machte Haberzeth klar, dass man sie künftig wieder hinter dem Grill finden wird.

Riedl freut sich über Riesenrad-Comeback

Bürgermeisterin Alexandra Riedl bilanziert: „Das Volksfest war super, es hat alles sehr gut funktioniert, die Stimmung war top.“ In Erinnerung bleiben ihr die Volksfest-Königin und das Riesenrad. „Das Flair und das Ambiente, mit dem Riesenrad sieht nach einem großen Volksfest aus und uns hat es sehr gefreut, dass das geklappt hat.“ Zum Festwirt hat sie eine klare Meinung: „Wir sind so dankbar, dass er das macht, er ist ein Rodinger und weiß, was wir wollen. Das Zusammenspiel funktioniert einfach und das merkt man.“ Dass der Volksfesteinzug künftig immer so spät ist, will Riedl weder dementieren noch bestätigen: „Es waren eigentlich so viele dabei wie immer. Wir sind gemeinsam ins Zelt marschiert und haben gefeiert. So spät wird er künftig nicht mehr sein, aber die Option, dass man ihn nach hinten schiebt, werden wir uns anschauen.“

Ob das Selfie gleich in den Vatikan ging? Pfarrer Ben aus Rom zeigte sich jedenfalls sehr angetan von seinem Aufenthalt auf dem Rodinger Volksfest. - Foto: Reinhard Schreiner

Christian Zettl, Inhaber des Riesenrades, sagte: „Es war ganz gut für uns. Es ist super angekommen bei den Leuten. Es war lange kein Riesenrad mehr da. Zudem hatten wir einen super Platz, direkt am Regen.“ Vor allem der Blick übers Wasser und am Donnerstag das Feuerwerk zogen viele an, wie Zettl sagte. Er kam zum ersten Mal mit seinem Riesenrad nach Roding und war im Nachgang begeistert: „Es sind super Leute hier.“ Gerade der Donnerstag wird Zelt mit dem Feuerwerk in Erinnerung bleiben: „Das war gigantisch, die Bilder und das Riesenrad dazu. Wir kommen sehr gerne wieder, es ist super angenommen worden.“ Ob es dann schon zum nächsten Jahr wieder klappt, wollte Zettl (noch) nicht bestätigen, aber auch nicht dementieren: „Wir müssen einfach schauen, dass es von unserer Tour her passt.“

Festwirt Fichtl zieht ebenfalls eine mehr als positive Bilanz: „Es war wunderschön, aber auch entsprechend anstrengend durch das erste heiße Wochenende.“ Aber ab Dienstag, so Fichtl, gab es nur noch eine Richtung, nämlich nach oben. „Das war Wahnsinn“, so Fichtl.

Auch die Festzeltküchen Haberzeth und Gleixner zeigten sich zufrieden. - Foto: Reinhard Schreiner

Konzept hat sich komplett bewährt

Der Festwirt war auch erleichtert nach seinem zweiten Jahr: „Es war definitiv nicht weniger als im letzten Jahr und das war im Vorfeld meine große Sorge, weil man nicht wusste, weil im ersten Jahr die Leute neugierig auf das neue Konzept waren, aber durch den Zulauf heuer hat sich gezeigt, dass sich das absolut bewährt hat.“ Für die Zusammenarbeit mit Schaustellern und der Stadt fällt Fichtl nur ein Wort ein: perfekt.

Kinder hatten Spaß beim Entenangeln. - Foto: Reinhard Schreiner