Erst Ansturm, dann Zurückhaltung: So haben sich die Preise an Schwandorfs Tankstellen entwickelt

Der Tankrabatt ist auch in Schwandorf Geschichte. Während sich am Dienstagabend, wenige Stunden vor Ende der Vergünstigung, teilweise noch lange Schlangen vor den Tankstellen im Stadtgebiet gebildet hatten, herrschte am Mittwoch eher Zurückhaltung an den Zapfsäulen. Die Preise sind teilweise um mehr als 10 Cent pro Liter gestiegen – doch es gibt weiter große Unterschiede.
Einen Andrang konnte am Dienstagabend beispielsweise die BayWa-Tankstelle an der Bellstraße verzeichnen. Dort gab es nach Feierabend den Liter Super für 1,849 Euro, Diesel kostete 1,699. Ähnliche Preise bot die SB-Tankstelle bei Globus (Super 1,869, Diesel 1,719) an. Bei Esso in der Nürnberger Straße wurden dagegen 2,119 Euro pro Liter Super fällig, beim Diesel waren es 2,039 Euro.
Nach Ende des Tankrabatts stiegen überall die Preise
An allen Tankstellen zogen mit dem Ende des Tankrabatts die Preise kräftig an. Am Mittwochmittag verkaufte die BayWa gegen 13 Uhr den Liter Super für elf Cent mehr, was einen Preis von 1,959 Euro bedeutete. Diesel gab es für 1,809 Euro. Der Kraftstoff war bei BayWa im Vergleich zum Vorabend damit ebenfalls um elf Cent teurer. Globus erhöhte seine Preise bei Super und Diesel um zehn Cent. Stabil blieben die Preise dagegen bei Esso in der Nürnberger Straße. Der Liter Super kostete am Mittwochmittag weiter 2,119 Euro, Diesel wurde im Vergleich zum Vorabend sogar günstiger und kostete 1,979 Euro.
Die Preisentwicklung ist freilich kein Schwandorfer Phänomen. Die Spritpreise sind mit dem Ende des Tankrabatts, der vom 1. Mai bis 30. Juni galt, am Mittwoch bundesweit stark gestiegen. Um 8 Uhr war Superbenzin der Sorte E10 um 13,4 Cent teurer als zur gleichen Zeit am Dienstag, wie der ADAC mitteilte. Bei Diesel fiel der Anstieg mit 15,6 Cent sogar noch stärker aus. Zusammen mit den Anstiegen vom Dienstagmorgen ist der Tankrabatt damit weitestgehend Geschichte.
Steuerrabatt machte 16,7 Cent pro Liter aus
Der Steuerrabatt in Höhe von 16,7 Cent pro Liter auf Kraftstoff bei der Lieferung an die Tankstelle war um Mitternacht ausgelaufen. Zu dieser Zeit konnten die Tankstellen ihre Preise wegen der 12-Uhr-Regel zwar nicht erhöhen, offensichtlich haben viele aber nach dem hohen Preissprung am Dienstagmittag nur wenig gesenkt, so die Beobachtung des ADAC.