Vorfreude auf die Weiße Nacht am Drachensee Furth im Wald wächst

Von Alexander Frimberger · 1. Juli 2026 um 11:00

Drei Jahre Pause hat die Sehnsucht nach der Weißen Nacht auf dem Promenadenplatz am Drachensee groß werden lassen. Am Dienstag, 7. Juli, ist es endlich wieder so weit: Im Kleinen Rathaussaal haben Kulturamtsleiterin Karin Stelzer und Bürgermeister Sandro Bauer am Dienstagnachmittag das Programm vorgestellt.

„Ich freue mich sehr darauf“, sagte der Further Rathauschef und ergänzte: „Es wird chillig und wir haben ein tolles Ambiente am See.“ Außerdem sei es toll, dort Leute zu treffen.

Weiße Nacht findet zum fünften Mal statt

Stelzer erinnert sich, dass die Weiße Nacht im Jahr 2015 erstmals durchgeführt wurde. Sie soll grundsätzlich im zweijährigen Rhythmus und im Wechsel mit der Kinonacht an gleicher Stelle stattfinden. Im vergangenen Jahr hat man aufgrund der Landesgartenschau pausiert. Da habe man den ganzen Sommer Weiße Nacht gefeiert, sagte Bauer mit einem Augenzwinkern. Das Interesse sei groß, verrät die Kulturamtsleiterin. „In der Touristinfo ist viel nachgefragt worden, wenn es endlich wieder so weit ist.“

So steigt also am 7. Juli die fünfte Weiße Nacht am Drachensee. Für das Ambiente sorgt die Stadt. 50 Garnituren werden aufgestellt und liebevoll eingedeckt. Luftballons schweben über dem Promenadenplatz, und eine Bühne ist natürlich ebenfalls vorhanden. 15 weitere Garnituren stehen vor Ort ab 18 Uhr abholbereit und können von den Gästen selbst dekoriert wird. Es gelte das Prinzip: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, doch natürlich dürfen Sitzgelegenheiten, Tische und Deko und alles andere auch selbst mitgebracht werden. Auch eine Picknickdecke geht. Stelzer ist regelmäßig begeistert, was die Leute vom Sektkübel über Gläser bis hin zur Deko alles mitbringen. Das ist übrigens auch unbedingt notwendig, denn: Versorgungsstände gibt es an diesem Abend nicht. „Alles ist erlaubt“, so Bauer. Der ausdrückliche Wunsch der Veranstalter ist allerdings, dass man sich an den Dresscode weiß hält. Wer keine weiße Hose hat, „Beige geht auch“. Parken ist an den bekannten Plätzen und auch beim Staudamm möglich. Die Feuerwehr Daberg weist Besucher ein. „Dort, wo parken nicht erlaubt ist, gibt es Hinweisschilder“, verrät die Kulturamtsleiterin. Die DLRG übernimmt den Sanitätsdienst, der Obst- und Gartenbauverein wacht über die WCs, gesponsert wird die Veranstaltung von Sparkasse und Raiffeisenbank.

„Im Moment sind die Wetterprognosen gut“, so Stelzer. Es soll demnach eine laue Sommernacht mit 25 Grad Wärme werden. Sollte es regnen, gibt es einen Ausweichtermin, einen Tag später am 8. Juli. „Das hatten wir schon einmal und es hat gut geklappt.“ Beim Programm setzt man auf bereits bekannte und beliebte Auftritte, hat sich aber auch das ein oder andere Neue ausgedacht.

Karin Stelzer und Sandro Bauer stellten das Programm vor. - Foto: Alexander Frimberger

Auf der Bühne wird wieder das Duo Love Collection stehen. Sängerin Theresa Bloch und Matthias Hoffmann (Keyboard und Gesang) sind für ihren lässigen und chilligen Sound bekannt. Nicht fehlen dürfen die beiden Stelzengänger Sonja Ertl und Peter Rehmann. Sie schreiten in fantasievollen Kostümen über das Gelände und verzaubern die Gäste mit kleinen Einlagen, bei denen sie auch mal in ein Meer aus Seifenblasen eintauchen.

Flashmob, initiiert von der Band der Realschule

Der Drum-Corps des Spielmannszug Grenzfähnlein wird zu sehen sein, und Adolf Altmann wird vom bunt erleuchteten Aussichtsturm, dem Kunstobjekt „Mythos Drache“, sein Saxophon erklingen lassen. Die Realschulband um Leiter Thomas Gruber hat einen Flashmob geplant. In diesem Jahr will sich auch der Segelclub beteiligen. Wenn es die Windverhältnisse zulassen, will man mit illuminierten Booten über den See schippern. Den krönenden Abschluss bildet gegen 22.15 Uhr wieder das eindrucksvolle, in allen Farben leuchtende Wasserfeuerwerk der Viasam-stoderer aus Gschwand.