„Das kleine Gespenst“ hat in Rötz Premiere: Ein Blick hinter die Kulissen – und in die Kostümschneiderei

Von Stefanie Bauer · 27. Juni 2026 um 15:00

Am Sonntag hat das Stück „Das kleine Gespenst“ bei der Rötzer „Märchenzeit für Jung und Alt“ Premiere. Für so ein Stück passiert auch viel hinter den Kulissen – etwa in Sachen Kostüme. Wenn es darum geht, Kostüme zu ändern beziehungsweise anzupassen, hilft die Schneiderin Anita Pregler aus Rötz im Landkreis Cham.

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Das Stück „Das kleine Gespenst“, das heuer bei der „Märchenzeit für Jung und Alt“ zur Aufführung kommt, hat einige Besonderheiten: Es gibt zum Beispiel unter den vielen einzelnen Szenen auch ein „Spiel im Spiel“. Etliche Darsteller schlüpfen in Doppelrollen, wie Frank Gazinski, der sowohl den Direktor Kumpfmüller als auch General Torstenson in einem Gemälde und bei der 325-Jahr-Feier der Stadt Eulenberg verkörpert. Manfred Dietl wird nicht nur zum Kriminalpolizist Holzinger, sondern auch zum ersten Schweden beim „Spiel im Spiel“, Manfred Auerbeck schlüpft sowohl in die Rolle des Bürgermeisters Dr. Doppelmann als auch in diejenige des zweiten Schweden.

Uniformen aus Fundus von Regisseur Hübl

Wolfgang Schmidt alias „Lehrer Thalmeyer“, Hans Maier als „Uhrmachermeister Zifferle“, Ernst Schütz, auch bekannt als „Burgverwalter Finsterwalder“, Steffi Reindl, der „Stadtpolizist Schulz“, sind, gemeinsam mit Franz Reindl, Philipp Beutel und Günther Hofmann außerdem Teil des Schwedenchors. Die „Schweden“ benötigen für diese Szene, die den Höhepunkt des Stücks darstellt, eine Uniform, die sie über ihr Kostüm ziehen.

Seit Jahren werden die Darsteller für die verschiedenen Märchen-Inszenierungen auf dem Schwarzwihrberg in der „Oberpfälzer Kleidertruhe“ von Beate Stock eingekleidet. Wenn es aber gilt, Kostüme zu ändern beziehungsweise anzupassen, dann hilft die Rötzer Schneiderin Anita Pregler. So auch heuer bei den „Uniformen“ für den „Schwedenchor“.

Schon lange Teil der Märchenzeit-Gemeinschaft

Die Uniformen hatte Regisseur Bernhard Hübl noch in seinem Fundus, erzählt Anita Pregler. Sie passte diese von der Größe an und verwandelte sie in praktische Ponchos, damit sie während den Aufführungen schnell über die Kostüme gezogen werden können. „Dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Regieassistentin Steffi Porsch. Auch die Federn auf den Hüten tauschte Anita Pregler aus.

„Die Schweden“ und das Gespenst bei der Festspielsommer-Eröffnung des Landkreises Cham auf Burg Falkenstein - Foto:

Die selbstständige Schneiderin ist schon lange Teil der Mitwirkenden hinter den Märchenzeit-Kulissen und hat auch schon beim Guttensteiner Kostüme angepasst. An den Uniformen für das diesjährige Märchen „bin ich den ganzen Tag drangeblieben“, berichtet sie, und so war es auch auf einen Tag geschafft. Die Ärmel mussten herausgetrennt und die einzelnen Teile aufgetrennt werden. Weil Ponchos daraus entstanden sind, mussten die Darsteller nicht eigens dafür bei ihr zum Messen und Anprobieren vorbeikommen.

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Muck Schmidtler, die in Zusammenarbeit mit der Oberpfälzer Kleidertruhe von Beate Stock alljährlich für die Kostüme bei der Märchenzeit zuständig ist und die richtige Kleidung für jeden Darsteller findet, hatte ihr die Uniformen vorbeigebracht. Zuhause hat Anita Pregler ein Haupt-Nähzimmer zum Nähen, Einsäumen und Sticken und ein zweites Zimmer zum Zuschneiden und Bügeln inklusive Staffiermaschine. Das Märchen schaue sie sich auch jedes Jahr gern an, am liebsten verbunden mit einem Spaziergang zur Schwarzenburg mit ihrem Hund Gibson, erzählt sie.

Anita Pregler machte aus den Uniformen aus dem Fundus von Regisseur Bernhard Hübl praktische Ponchos. - Foto: Steffi Porsch

Am Samstag findet um 18 Uhr die Generalprobe für die Aufführung „Das kleine Gespenst“ auf dem Schwarzwihrberg statt. Für gehbehinderte Personen fährt ab 17 Uhr ein Shuttlebus ab dem Parkplatz Bauhof. Vergünstigte Karten können nur an der Abendkasse auf dem Berg erworben werden. Die Premiere der diesjährigen „Märchenzeit für Jung und Alt“ mit einem modernen Märchen von Otfried Preußler, das von Regisseur Bernhard Hübl in bewährter Weise auf der Naturbühne der Schwarzenburg inszeniert wird, ist am Sonntag, 28. Juni, um 15 Uhr. Unter schwarzenburg-festspiele.de gibt es Informationen zu allen Aufführungsterminen, Karten und Preisen.