Von Gehalt bis Aufwandsentschädigung: Das verdienen Kelheims Bürgermeister

Jetzt wurde öffentlich, wie viel Geld Kelheims Bürgermeister Dennis Diermeier und seine beiden ehrenamtlichen Stellvertreterinnen für ihre Arbeit erhalten. Zudem wurde im Stadtrat eine ungewöhnliche Entscheidung getroffen: Die Kreisstadt verliert einen Teil ihres Gemeindegebiets.
Die Aufwandsentschädigungen für Kelheims Bürgermeister und seine beiden Stellvertreterinnen waren in der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrats am 12. Mai im nicht öffentlichen Teil beschlossen worden. Laut Gesetz müssen sie öffentlich bekannt gegeben werden, das geschah nun in der Juni-Sitzung. Daneben gab es eine weitere Entscheidung: Kelheims Gemeindegebiet schrumpft.
Diermeier will auf E-Antrieb setzen
Erstem Bürgermeister Dennis Diermeier wird neben seinem Grundgehalt (Besoldungsgruppe B 3) und dem Familienzuschlag (Stufe 1) eine monatliche Dienstaufwandsentschädigung in Höhe von derzeit 878,10 Euro gewährt. Letztere wurde unter Berücksichtigung „der durch das Bürgermeisteramt bedingten Mehraufwendungen in der Lebensführung festgesetzt“, hieß es in der Sitzungsunterlage.
Die Zeitung dürfe ruhig schreiben, wie viel er jetzt als Bürgermeister verdiene. „Wir sind da transparent“, sagt Diermeier. Sein Grundgehalt belaufe sich auf 9369,71 Euro. Der Familienzuschlag auf 87 Euro.
Beim Dienstfahrzeug will Diermeier auf E-Antrieb setzen „und mit gutem Beispiel vorangehen“. Nutzen will er dieses nach eigenen Angaben „rein für dienstliche Fahrten“.
Johanna Frischeisen erhält als ehrenamtliche zweite Bürgermeisterin neben der ihr als Stadtratsmitglied gewährten Entschädigung eine laufende weitere Entschädigung von 1400 Euro monatlich. Zudem werde eine jährliche Sonderzuwendung in Höhe von 70 Prozent der monatlichen Entschädigung gewährt. Bis auf die Höhe des Betrags ist es bei Hacer Aslan genauso. Als ehrenamtliche dritte Bürgermeisterin beträgt ihre weitere monatliche Entschädigung 800 Euro.
Bei den Beratungen und Abstimmungen über ihre zusätzlichen Aufwandsentschädigungen hatten die drei Bürgermeister nicht teilgenommen, hieß es weiter in der Sitzungsunterlage.
Gebietsänderung bei Haugenried und Frauenforst
Eine nicht alltägliche Entscheidung trafen die Stadträte mit der Verkleinerung ihres Gemeindegebiets. Zum 1. Januar 2026 war das gemeindefreie Gebiet „Frauenforst“ aufgelöst und in das Gemeindegebiet der Stadt Kelheim eingegliedert worden. Im Zuge dessen wurde die Kreisstraße R 14 neu vermessen. Dabei wurde festgestellt, dass der Straßenkörper nicht vollständig auf dem Gebiet des Landkreises Regensburg, sondern auch teilweise im Landkreis Kelheim liegt (wir berichteten). Die Bezirks-, Landkreis- und Gemeindegrenzen verlaufen durch den Straßenkörper, dies widerspreche dem öffentlichen Interesse.
Deshalb regte das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Regensburg eine Gebietsänderung der betroffenen Gebiete in den Gemarkungen Haugenried und Frauenforst an. Dadurch sollen auch eindeutige Zuständigkeitsverhältnisse unter anderem in Bezug auf die Straßenbaulast des Landkreises Regensburg und dessen Aufgaben als Straßenbaubehörde geschaffen werden.
So sollen aus dem Gebiet des Markts Nittendorf 112 Quadratmeter nach Kelheim umgegliedert werden, während die Kreisstadt 976 Quadratmeter an den Markt Nittendorf, Landkreis Regensburg, Bezirk Oberpfalz, abtritt. Das Gemeindegebiet von Kelheim, seines Landkreises sowie des Bezirks Niederbayern verringert sich damit um 864 Quadratmeter.
Die betroffenen Gebiete sind unbebaut und unbewohnt, die Eigentumsverhältnisse oder Rechte an den Grundstücken werden von der Gebietsänderung nicht berührt, hieß es in der Sitzung. Die Stadträte stimmten der vorgeschlagenen Gebietsänderung einstimmig zu.