Meilenstein: Start für innere Erschließung im Interkommunalen Gewerbegebiet an der A93

Von Friedrich Gluth · 23. Juni 2026 um 05:00

Am Interkommunalen Gewerbegebiet an der A 93 (Interkom) hat nach der äußeren Anbindung nun auch die innere Erschließung begonnen. Die Bürgermeister der drei beteiligten Kommunen vollzogen den symbolischen Spatenstich für die 1,2 Millionen teure Maßnahme.

Beim Interkom handelt sich um ein Projekt, an dem die Stadt Schwandorf und die Gemeinde Wackersdorf mit jeweils 45 Prozent und die Gemeinde Steinberg am See mit zehn Prozent beteiligt sind. Das Gewerbegebiet wächst entlang der A93 im Anschluss an den bestehenden Straßenstich „Am Richtfeld“ sowie im Kreuzungsbereich von A93 und B85 und umfasst eine Fläche von rund 7,4 Hektar.

Für Gewerbe stehen vorerst fünf Hektar zur Verfügung

Im Rahmen eines Pressetermins informierte Wackersdorfs Bürgermeister Thomas Falter (CSU) auch im Namen des Schwandorfer Oberbürgermeisters Andreas Feller (BLS) und des Bürgermeisters von Steinberg am See, Christian Meßmann (CSU), über den Stand der Maßnahme.

Nachdem laut Falter die äußere Erschließung des Gemeinschaftsprojekts abgeschlossen ist, wird nun die innere Erschließung in Angriff genommen. Diese erfolgt über die Bayerngrund GmbH als Erschließungsträger. Von der Gewerbegebietsfläche von 7,4 Hektar entfallen etwa 2,4 Hektar auf notwendige Infrastrukturmaßnahmen wie Erschließungsstraße, Regenrückhaltebecken und Ausgleichsflächen. Somit stehen rund fünf Hektar als Gewerbeflächen zur Verfügung – aufgeteilt in acht Parzellen, die zwischen 3300 und 12.000 Quadratmeter groß sind.

Während es bei der äußeren Erschließung um die Anbindung des gesamten Gewerbegebiets ging, konzentriert sich die innere Erschließung auf die einzelnen Parzellen. Dabei wird eine Stichstraße mit einer Länge von 150 Metern und abschließendem Wendehammer errichtet. Die 6,50 Meter breite Straße erhält einen Gehweg und einen Seitenparkstreifen.

Die Parzellen werden Falter zufolge über ein sogenanntes Trennsystem erschlossen. Dabei wird das Oberflächenwasser über ein Regenrückhaltebecken mit einem Speichervolumen von 2228 Kubikmetern unter der B85 in den Wolferlohgraben abgegeben. Das Schmutzwasser wird zum Pumpwerk Wackersdorf und von dort zur Verbandskläranlage Schwandorf geleitet. Die Wasserversorgung wird an das Netz von Wackersdorf angebunden. Zum Schutz vor Oberflächenwasser bei Starkregen wird im Süden und Westen ein Erdwall angelegt.

Der Auftrag für die Arbeiten zur Inneren Erschließung wurde nach öffentlicher Ausschreibung an die Firma Helmut Seebauer aus Schwarzhofen vergeben. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro. Die Planung liegt in den Händen des Ingenieurbüros Preihsl und Schwan aus Burglengenfeld. Die Fertigstellung der Maßnahme ist für Oktober vorgesehen.

Das Gewerbegebiet liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Am Richtfeld“. Gemäß den Flächennutzungsplänen der drei Kommunen besteht für den Bereich Entwicklungspotenzial. Bis zu 77 Hektar Fläche könnten erschlossen werden.

Erste Flächen für TTZ und Business Forum

Auch zur Belegung der Gewerbegebietsflächen äußerte sich Falter. Dem Bürgermeister zufolge steht bereits fest, dass in dem Gebiet künftig das Technologie-Transferzentrum sowie das neue Gründerzentrum des Landkreises Schwandorf (Business Forum) entstehen werden. Weitere Unternehmer und Projektentwickler hätten bereits Interesse angemeldet. Zur Führung intensiverer Gespräche bezüglich der Vermarktung seien noch Details mit den Verbandsräten zu führen, so Falter. Diese Aufgabe obliege Armin Rank als hauptamtlichem Geschäftsführer des Interkom. Erste Gewerbeansiedlungen könnten nach Abschluss der Erschließung ab Anfang 2027 erfolgen.

„Mit dem interkommunalen Gewerbegebiet entsteht ein zukunftsorientierter Wirtschaftsstandort, der die Stärken der drei Kommunen bündelt und neue Möglichkeiten für Unternehmen sowie Unternehmensgründer in der Region eröffnet“, so Falter abschließend.