Größere Halle für Getränkehandel in Eschlkam: Penzkofer feiert Erweiterung und Jubiläum

Von Isolde Kerschbaumer-Klonowski · 10. Juni 2026 um 13:06

Am Freitagabend gab es bei der Firma Getränke Penzkofer in Eschlkam (Landkreis Cham) einiges zu feiern: Es wurde der neue Hallenanbau mit überdachter Beladung am Firmensitz in der Freibachstraße eingeweiht. Darüber hinaus blickte der Betrieb auf sein 70-jähriges Bestehen zurück. Zudem jährte sich die Aussiedlung des Getränkehandels aus dem Ortskern an den heutigen Standort zum 30. Mal.

Gastgeber Xaver Penzkofer jun. begrüßte Mitarbeiter, Familie und Freunde sowie die am Bau der neuen Halle beteiligten Firmen als seine Gäste. Es folgten Worte des Dankes. „Ohne meine Eltern hätten wir heute nichts zu feiern“, betonte Xaver Penzkofer und dankte den Eltern dafür, dass sie 1956 mit der von ihnen betriebenen Limonadenabfüllung im Braugewölbe des Gasthofs zur Post den Grundstein für den heutigen Getränkehandel gelegt hatten.

Onkel handelt in weiser Voraussicht

Ein weiterer Dank galt seinem Onkel Ferdinand Penzkofer aus der Penzenmühle, der Jahre vor der Aussiedlung des Getränkehandels aus dem Gasthof zur Post das heutige Firmengelände in der Freibachstraße in der Voraussicht erworben hatte, dem wachsenden Betrieb eine Aussiedlung aus dem Ortskern zu ermöglichen.

Besonders hob Xaver Penzkofer die Leistung aller Mitarbeiter hervor, die über Jahrzehnte hinweg zum Erfolg des Betriebs beigetragen haben. Ihr Einsatz, ihre Flexibilität und ihre Verbundenheit zum Betrieb seien wesentliche Voraussetzungen für die kontinuierliche Weiterentwicklung gewesen.

Die Gäste feierten in der neu errichteten Lagerhalle in Eschlkam (Landkreis Cham) . - Foto: Isolde Kerschbaumer-Klonowski

Auch den am Hallenanbau beteiligten Handwerksfirmen sprach er Dank aus. Die neue Lager- und Arbeitsfläche sei vorbildlich und unfallfrei fertiggestellt worden. Die angebaute Halle wurde in nachhaltiger Holzrahmenbauweise wie die bereits bestehende Halle erbaut. Das dazu nötige Bauholz wurde in Eschlkam am Karpfling gefällt und im benachbarten Holzbaubetrieb weiterverarbeitet. Auch die Fassade des Hallenanbaus wurde mit einer ökologisch vorteilhaften sägerauen Lärchenverschalung aus heimischem Wald in einem ortsnahen Sägewerksbetrieb geschnitten und anschließend verbaut.

Der Hallenanbau sei ein wichtiger Schritt, um den Getränkehandel zukunftsfähig aufzustellen. Durch die zusätzlichen Lager- und Arbeitsflächen könnten sämtliche Aufträge für Gastronomie, Handel und Veranstaltungsbereiche noch effizienter und kostengünstiger abgewickelt werden.

„Mit dem Bau der neuen Halle ist die Aussiedlung abgeschlossen“

„Mit dem Bau der neuen Halle ist die Aussiedlung in die Freibachstraße für mich erst vollständig abgeschlossen“, berichtete Xaver Penzkofer. Zuvor war ein Teil des benötigten Mobiliars noch an verschiedenen Standorten eingelagert, darunter auch in den ehemaligen Räumlichkeiten des Getränkehandels im Gasthof zur Post.

Einen besonderen Blickfang bildet das neu errichtete „Bierplatzerl“ mit dem „Eschlkamer Bierengel“, einer Bronzeskulptur, die der Bildhauer Olaf Herzog aus München speziell für die Betriebsstätte geschaffen hat. Um die Verbindung zum Gasthof und vor allem zu der früher dort betriebenen Brauerei – dem eigentlichen Ursprung des Betriebes – in der Freibachstraße zu schaffen, fand der Bierengel nun am „Bierplatzerl“ seinen Standort. Er entstammt einer sich um das Jahr 1900 im Umlauf befindlichen Postkarte der Brauerei Neumayer, die damals im Gasthof zur Post ansässig war, und diente als historisches Vorbild für die von Olaf Herzog geschaffene Skulptur.

Pfarrer Trummer weiht Halle und Skulptur

Xaver Penzkofer lud die Gäste ein, am „Bierplatzerl“ nicht nur den Bierengel zu betrachten, sondern anhand der dort aufgestellten Informationstafeln auch mehr über die traditionsreiche Brauereigeschichte des Marktes Eschlkam zu erfahren. Noch ausführlichere Informationen über die Biertradition in Eschlkam sind im Eschlkamer Heimatbuch zu finden, das Werner Perlinger recherchiert und veröffentlicht hat.

Pfarrer Ambos Trummer weihte sowohl die neue Halle als auch die neue Skulptur am Bierplatzerl ein. Nach dem Grußwort des zweiten Bürgermeisters Martin Vogl und der Segnung klang die Feier bei einem geselligem Beisammensein aus.