Kein Pegel, Sportbootschleuse dicht: Trafobrand am Wehr in Regensburg hat weitreichende Folgen

Von Heike Haala · 8. Juni 2026 um 14:14

Am Montagmorgen brannte in einer Radunterführung am Wehr bei Pfaffenstein in Regensburg ein Elektrotrafo. Nun sind etliche Kabel und auch Betonteile kaputt. Ein Brandermittler und ein Sachverständiger klären den Hergang und die Schadenshöhe.

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Wie die Berufsfeuerwehr mitteilte, sei der Brand schnell gelöscht gewesen. Das Wehr könne über eine weitere Leitung in Betrieb bleiben. Laut Ewa Wisniewski, Pressesprecherin am Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Donau, seien von dem Brand im Bereich der Wehrbrücke aber die dort verlegten Kabeltrassen sowie weitere technische Einrichtungen betroffen.

„Die Brandursache ist derzeit noch nicht geklärt“, sagt sie. Aktuell seien Brandermittler sowie ein Sachverständiger vor Ort. Erst nach Abschluss der Untersuchungen könnten belastbare Aussagen zum Grund für den Brand und zum Schaden, den er verursachte, getroffen werden. „Neben erheblichen Schäden an Kabelanlagen wurden auch Betonteile der Anlage sowie eine Regenwasserableitung beschädigt“, zählt die Pressesprecherin auf. Nach aktuellem Kenntnisstand seien keine Personen verletzt worden.

„Durch den Brand wurden sämtliche auf der Wehrbrücke verlegten Kabel beschädigt beziehungsweise zerstört. Betroffen sind sowohl Kabel des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes als auch Leitungen Dritter, darunter Glasfaserkabel und die Ableitung zum Kraftwerk. Nicht betroffen sind die großen Stromversorgungsleitungen der Rewag“, sagt sie.

Außerdem spricht Wisniewski von erheblichen Auswirkungen auf den Betrieb verschiedener Anlagen durch die Kabelschäden. Etwa sei es zu einem Betriebsausfall derVideoanlage in der Schleuse Bad Abbach gekommen, da sämtliche Videosignale über das beschädigte Streckenkabel nach Bad Abbach übertragen werden. Schiffe müssten nun auf Sicht fahren. Weiterhin seien die hydrologische Messdatenerfassung am Pegel Niederwinzer ausgefallen und kein Betrieb der Sportbootschleuse Regensburg möglich. Der Borstenfischpass sowie die Bootsgasse seien derzeit ohne Stromversorgung. „Der Wasserabfluss ist jedoch weiterhin gewährleistet, und die Anlage kann weiterhin als Bootsrutsche genutzt werden“, erklärt die Pressesprecherin. Die Auswirkungen würden fortlaufend bewertet. Weitere Aussagen zum Schadensumfang und zur Dauer der Einschränkungen seien erst nach Abschluss der laufenden Begutachtungen möglich.