Tragischer Unfall bei Wilting: Fahrer in Lebensgefahr, Zweijährige schwer verletzt

Ein kurzer Moment mit unabsehbaren Folgen: Bei der Ausfahrt aus einem Grundstück an der Chamer Straße ist es Freitagmittag kurz nach Wilting im Landkreis Cham zu einem verheerenden Zusammenstoß gekommen. Der 58-jährige Fahrer eines BMW konnte dem kleinen Opel nicht mehr ausweichen und fuhr frontal in die Fahrerseite. Der 62-jährige Opelfahrer schwebt in Lebensgefahr. Ein zweijähriges Kind an Bord wurde ebenso schwer verletzt wie der Lenker des BMW.
Dabei werden die katastrophalen Folgen noch durch einige glückliche Umstände abgemildert. Zu den Ersthelfern gehört der Rettungsdienstleiter Dominik Lommer, der in der Nachbarschaft wohnt und derzeit Urlaub hat. Außerdem hat die örtlich zuständige Feuerwehr Traitsching bereits ihren nagelneuen Rettungssatz an Bord, der offiziell noch gar nicht im Einsatz ist. „Das hat uns einen großen Zeitvorteil verschafft“, schildert an der Unfallstelle Kreisbrandinspektor Thomas Wittmann.
Schweres Gerät und Hubschrauber im Einsatz
Die Feuerwehr öffnet die total zertrümmerte Fahrerseite des Opels und macht den Weg für den Rettungsdienst frei, der den 62-jährigen Fahrer versorgt und transportfähig macht, für den Hubschrauber aus Regensburg. Für das schwerverletzte Kind ist ein Hubschrauber aus Weiden angefordert worden, der die Zweijährige in die Kinderklinik fliegt. Der ebenfalls schwer verletzte Lenker des BMW wird in die Notaufnahme nach Cham gebracht.
Einsatzleiter Tobi Muhr bezeichnet die Verletzungen des Opelfahrers als lebensgefährlich. Die beiden anderen Insassen seien mittelschwer verletzt. Nach Alarmierung unter dem Stichwort „unbekannte Zahl von Verletzten“ war der Rettungsdienst mit fünf Transportfahrzeugen und einem Notarzt vor Ort.
Schleuderspur und Totalschäden
Nach ersten Ermittlungen der Polizei Cham ist der Opelfahrer aus einem Grundstück an der Chamer Straße eingebogen. Der BMW-Fahrer hat ausgesagt, dass das Fahrzeug dann plötzlich auf der Fahrbahn zu Stillstand gekommen sei und er nicht mehr rechtzeitig abbremsen habe können. Der schwere BMW hatte dabei eine halbkreisförmige Schleuderspur hinterlassen.
Durch die Wucht des Aufpralls sind beide Fahrzeuge nur noch Wracks. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf rund 30.000 Euro.
