Zwei Meter hohe Flammen: 260 Einsatzkräfte bekämpfen Waldbrand in Roding-Neubäu

Von Mittelbayerische Zeitung · 28. Mai 2026 um 10:00

Ein Waldbrand in der Nähe von Roding-Neubäu am See im Landkreis Cham hat am Mittwochabend einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Bergwacht ausgelöst. Betroffen war eine Fläche von 100 mal 100 Metern. Es waren rund 260 Einsatzkräfte vor Ort. Die Brandursache ist noch unbekannt.

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Zahlreiche Feuerwehren aus dem Landkreis Cham waren unterwegs, um gemeinsam mit Kräften von Bergwacht und Rettungsdienst und zwei Feuerwehren aus dem Landkreis Schwandorf den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Wegen der schwierigen Lage des betroffenen Waldstücks war die Brandbekämpfung „alles andere als einfach“, teilt die Kreisbrandinspektion Cham mit.

Waldbrand bei Roding: Schnell war klar, dass die Brandfläche groß ist

Die Erstalarmierung erfolgte um 19.54 Uhr. Bereits aus der Meldung war ersichtlich, dass es sich um einen größeren Waldbrand in der Nähe des Bahnhofs von Neubäu handelte. Die Leitstelle Regensburg alarmierte die örtlichen Feuerwehren sowie Kreisbrandrat Michael Stahl zusammen mit Kreisbrandinspektor Mario Bierl und weiteren Führungskräften zur Einsatzstelle.

Um kurz vor 20 Uhr sind die umliegenden Feuerwehren alarmiert worden. - Foto: Kreisbrandinspektion Cham

Diese befand sich unweit des Neubäuer Sees in einem schwer zugänglichen Waldstück. Es war für die zuerst eintreffenden Einsatzkräfte nicht einfach, die Ausmaße des Brandes zu bestimmen, auch weil dichter Rauch und bis zu zwei Meter hohe Flammen das Szenario prägten. Erst mit Hilfe der Drohnen-Einheit der Feuerwehr Roding konnte sich die Einsatzleitung einen Überblick zum Schadensgebiet verschaffen.

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Schnell war dann klar, dass eine große Fläche betroffen war und der Wind das Feuer zusätzlich anfachte. Hilfe bekam die Einsatzleitung von der Unterstützungsgruppe aus Loibling-Katzbach.

Zügig wurden weitere wasserführende Fahrzeuge aus dem ganzen Landkreis Cham, aber auch Landwirte mit Güllefässern zum Einsatzgeschehen hinzugezogen. Auch die Bergwacht war vor Ort und unterstützte beim Transport der Einsatzmittel und der Einsatzkräfte.

Eindrücke vom Waldbrand-Einsatz in Neubäu am See - Foto: Kreisbrandinspektion Cham
Eindrücke vom Waldbrand-Einsatz in Neubäu am See - Foto: Kreisbrandinspektion Cham
Eindrücke vom Waldbrand-Einsatz in Neubäu am See - Foto: Kreisbrandinspektion Cham
Eindrücke vom Waldbrand-Einsatz in Neubäu am See - Foto: Kreisbrandinspektion Cham
Eindrücke vom Waldbrand-Einsatz in Neubäu am See - Foto: Kreisbrandinspektion Cham
Eindrücke vom Waldbrand-Einsatz in Neubäu am See - Foto: Kreisbrandinspektion Cham
Eindrücke vom Waldbrand-Einsatz in Neubäu am See - Foto: Kreisbrandinspektion Cham
Eindrücke vom Waldbrand-Einsatz in Neubäu am See - Foto: Kreisbrandinspektion Cham
Eindrücke vom Waldbrand-Einsatz in Neubäu am See - Foto: Kreisbrandinspektion Cham

Die Flughelfergruppe aus dem Landkreis Cham koordinierte die Einsätze eines Polizeihubschraubers, der den Brand aus der Luft bekämpfte. Es wurde ein Pendelverkehr mit wasserführenden Fahrzeugen eingerichtet, außerdem wurden Schlauchleitungen vom Neubäuer See her verlegt.

Für die Dauer der Löscharbeiten wurde die angrenzende Kreisstraße CHA 31 zeitweise in beide Richtungen gesperrt. Die Bahnstrecke zwischen Cham und Schwandorf blieb weiterhin befahrbar und musste nicht gesperrt werden.

Gegen Mitternacht war das Feuer unter Kontrolle

Gegen Mitternacht war das Feuer laut Polizei unter Kontrolle. Die Löscharbeiten sind inzwischen weitgehend abgeschlossen. Einzelne Glutnester und Feuerherde wurden die Nacht über weiterhin durch die Einsatzkräfte betreut und überwacht.

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Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt. Der entstandene Schaden wird derzeit auf rund 15.000 Euro geschätzt. Am Donnerstagmorgen findet eine Besprechung der Feuerwehren bezüglich des weiteren Vorgehens statt.

Die Brandursache ist derzeit noch unbekannt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Auch Chams Landrat Christian Schindler (Links) war vor Ort, ebenso Rodings Bürgermeisterin Alexandra Riedl (rechts. - Foto: Kreisbrandinspektion Cham

Insgesamt waren rund 260 Einsatzkräfte von Feuerwehr, BRK, Bergwacht, Mitarbeiter der Forstverwaltung und Polizei vor Ort. Auch der Landrat Christian Schindler war vor Ort und unterstützte die Einsatzleitung.