Neumarkter Kickboxer holen Titel und Medaillen bei European Open in Heilbronn

Von Hans Peter Gleisenberg · 27. Mai 2026 um 18:43

Die Kampfsportschule Phoenix setzt ihren erfolgreichen sportlichen Weg fort. Bei den kürzlich in Heilbronn ausgetragenen European Open war das Phoenix-Team im Kickboxen, Kategorie „K1“, mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen am Start. Dabei erkämpften die Athleten von Head Coach Levent Altirikli einen Titel, einen zweiten und vier dritte Plätze.

Wie Altirikli, der auch Leiter der Kampfsportschule ist, erläuterte, waren die Titelkämpfe von einem hohen Niveau gekennzeichnet, und mit rund 1200 Teilnehmern war es auch eine echte Geduldsprobe für alle, die im Ring um die Platzierungen kämpften.

Einen echten Sahnetag erwischte dabei Paula Burger aus Lupburg. Gegen Europas beste Kämpferinnen sicherte sich die 28-Jährige mit einer glänzenden Darbietung sowohl in Koordination, Antizipation als auch in konditioneller Hinsicht bestens vorbereitet den Titel.

Im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterte sie ihren Weg, der vom Kraftsport vor knapp vier Jahren zu Phoenix geführt habe. „Durch meine Grundlagen aus dem Kraftsport habe ich auch im Kickboxen schnell Fuß gefasst, und die akribische Arbeit von unserem Head Coach mit seinem engagierten Team hat mir schon Bayerische und Deutsche Meistertitel eingebracht und nun diesen Erfolg ermöglicht“, dankte die erfolgreiche Kämpferin ihren Wegbegleitern. Also ist die Kampfsportschule in der Goldschmidtstraße – die auch Kurse zur Selbstverteidigung und körperlichen Ertüchtigung anbietet – zur „Goldschmiede“ der Kickboxer geworden.

Vom Kraftsport in den Kickbox-Ring

Levent Altirikli machte dann auch deutlich, dass Kickboxen eine Sportart sei, die von höchster Disziplin geprägt sei und in der die Kämpfer auch einen Lernprozess in Sachen Selbstbeherrschung durchleben, denn immer wieder tue es schon mal weh. Deshalb sei es, so der erfahrene Kickboxer, auch eine Art Lebensschule, Austeilen und Einstecken mit Courage zu verarbeiten und der sportlichen Fairness den Vorzug zu geben. Um hier nichts dem Zufall zu überlassen, habe man sich der Unterstützung von Sozialpädagogin Stephanie Banning versichert, zeigte er weiter auf.

Ein besonderes Augenmerk von Phoenix gilt seit der Gründung im Jahr 2013 der Nachwuchsförderung. Dass sich auch hier eine positive Entwicklung abzeichnet, beweisen die bei den European Open erreichten Platzierungen. Der erst 15-jährige Maksym Mohyla sicherte sich den Vizemeistertitel und musste sich dabei nur einem Kämpfer mit schon professioneller Erfahrung geschlagen geben.

Nachwuchsförderung der Schule trägt Früchte

Karolina Strutinskaya durfte sich gleich zweimal über Platz drei freuen, genauso wie Grayson Lavin Heller und Rigon Krasniqi, die ebenfalls einen Stockerlplatz erreichten. Dass man auch mit kleinen Rückschlägen umgehen könne, machte Altirikli am Beispiel von Luan Dautaj deutlich, der in Heilbronn einen rabenschwarzen Tag erwischte und bereits in der Vorrunde ausschied.

„Wir fokussieren uns jetzt auf die im November in Madrid stattfindenden Weltmeisterschaften, an denen ich mit sechs Aktiven teilnehmen darf. Allerdings sind das schon Herkulesaufgaben, die auch in finanzieller Hinsicht gestemmt werden müssen“, zeigte Altirikli auf und bat um Unterstützung und Sponsoring.