Baustelle auf dem Weg zur Regensburger Dult: Stadt setzt auf Boden-Graffiti – und scheitert

Von Philip Hell · 26. Mai 2026 um 20:00

Wegen der Baustelle sollen Dult-Besucher in Regensburg einen anderen Weg zum Festplatz nehmen. Die Stadt setzt dafür auf Pfeile und Sprüh-Markierungen am Boden – doch viele laufen trotzdem weiter über den Eisernen Steg. Vielleicht auch, weil von den Hinweisen inzwischen fast nichts mehr übrig ist. Eine Glosse aus unserer täglichen Kolumnen-Reihe „Rengschburg mit allem“ von MZ-Autor Philip Hell.

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Wer mit offenen Augen durch diese Stadt geht, kommt nicht umhin festzustellen: Wir haben vielleicht ein kleines Problem mit Graffitis – und jetzt setzt sogar die Stadt noch einen oben drauf. Allerdings mit wenig Erfolg.

Die Verwaltung will nämlich die Dult-Besucher umleiten. Aus Sicherheitsgründen (Baustelle!) sollen die Bierzelt-Fans über die Steinerne Brücke und nicht über den Eisernen Steg gen Festplatz pilgern. Dazu hat die Stadt nicht nur (sehr kleine) Plakate aufgehängt, sondern auch Wegweiser auf den Boden gesprüht. Der Erfolg dieser Maßnahme ist überschaubar. Diesen Eindruck gewinnt man zumindest, wenn man sich mal gegen 17 Uhr an den Eisernen Steg stellt.

Das könnte auch daran liegen, dass die Boden-Graffitis der Stadt nicht besonders langlebig sind. Wo vor einigen Tagen noch „Dult“, „FairFeiern“ und ein Strich den Weg zum Festplatz wiesen, ist heute nur noch ein undefinierbarer grüner Fleck.

Da hätte sich die Stadt mal ein Beispiel an einer Gruppe von Aktivisten nehmen sollen, die vor dem vergangenen Silvester „Bitte nicht Böllern“ an die Brüstung der Steinernen Brücke gesprüht haben. Das illegale Graffiti prangt da bis heute.

Das Dult-Feuerwerk hat der Spruch allerdings auch nicht verhindert.

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