Dominik Geißler erlöste den SV Stauf spät – 1:0-Sieg gegen SG Dittenheim/Gnotzheim II

Von Lothar Röhrl · 25. Mai 2026 um 20:45

Dem SV Stauf ist am Pfingstmontag einer der schönsten Siege gelungen, die es im Fußball gibt. 90 Minuten plus die erste Minute der Nachspielzeit waren in Büchenbach bei Roth schon gespielt, Stauf hatte Gegner Dietenheim/Gnotzheim im Griff, ein halbes Dutzend Chancen gehabt und nur eine gute Gelegenheit des Gegners zugelassen. Da kamen ein Einwurf, ein abgeblockter Schuss und schließlich nahm Dominik Geißler Maß – und traf aus gut elf Metern mittig flach hinein ins Glück zum überfälligen Siegtreffer.

Stauf hat sich damit als A-Klassen-Zweiter die Chance zum Aufstieg in die Kreisklasse erhalten. Wie und auch ob es noch ein nächstes Spiel geben muss, wird wohl spätestens am Dienstag entschieden.

Die Staufer setzten vom Anstoß weg um, was Trainer Konstantin Sadowski als Marschroute vorgegeben hatte: selbst die Initiative übernehmen, den Gegner mit variablem Flügelspiel unter Druck setzen und aus jeder Position, die sich ergibt, aufs Tor schießen. Das war gut gemeint, vor nur 177 Zuschauern aber schwierig umzusetzen. Denn der Kreisklassist aus der Nähe von Gunzenhausen stand hoch. Mit den daraus resultierenden Ballgewinnen kam Staufs Gegner aber auch nicht weit.

Gute Staufer Hintermannschaft lässt nur wenig zu

Denn die Staufer Hintermannschaft stand so gut organisiert, dass ihr Torhüter Edward Auf einen für ein Relegationsspiel unüblich ruhigen Nachmittag hatte. Nur eine einzige gute Tormöglichkeit während insgesamt 90 plus fünf Minuten: Diese Bilanz ihrer Gegner spricht für die Achtsamkeit der Staufer. Und vor allem für die Einstellung, mit der die Mannschaft in dieses Spiel gegangen war.

Davon zeigte sich nach dem Schlusspfiff des unaufgeregt und deshalb sehr gut leitenden Schiedsrichters Jonas Klinnert (TSV Georgensgmünd) der Trainer sehr begeistert: „Die Mannschaft hat genau das umgesetzt, was ich ihr gesagt habe“, äußerte sich nach dem Schlusspfiff ein sehr zufriedener und stolzer Konstantin Sadowski im Gespräch mit unserem Medienhaus.

Wille zum Sieg bringt Stauf im Aufstiegsrennen voran

Derweil feierten die lautstärksten Fans die Herren. Das war am Montag die Damenfußball-Mannschaft des SV Stauf. Diese hatte ihre Runde in der Kreisliga am Samstag auf Platz drei abgeschlossen.

Am Montag war unübersehbar: Die Staufer Herren sind mit dem vom Trainer geforderten Willen zum Sieg ins Spiel gegangen. Dass es 31 Grad – wohlgemerkt nur im Schatten – heiß war und kein Wölkchen am Himmel Schatten spenden wollte, war an diesem Nachmittag kein Energiebremser für Stauf.

Bei sechs, sieben Abschlüssen im gesamten Spiel hatten die Staufer ihre Visiere zu hoch eingestellt. Doch dann kam die schon beschriebene Prachtszene in der zweiten Minute der Nachspielzeit.

Wollte man einen Spieler aus der kompakten Staufer Mannschaft dann doch herausheben, hat Edis Osmanovic diese Ehre verdient. Wenn der sperrige „10er“ der blau gekleideten Staufer in die Nähe des Strafraums kam, war beim Staufer Gegner Alarmstufe „Rot“ angesagt.