Bilanz des Neumarkter Frühlingsfests fällt nur verhalten positiv aus

Von Mittelbayerische Zeitung · 18. Mai 2026 um 13:20

Das Neumarkter Frühlingsfest war friedlich und ruhig. Die Polizei vermeldet am Tag danach keine nennenswerten Zwischenfälle. Für den Festwirt und die Schausteller waren die vier Tage deutlich zu ruhig.

Video ansehen

„Wir hatten schon erfolgreichere Frühlingsfeste, aber das zu kalte Wetter in diesem Jahr hat weniger Besucher auf den Festplatz geführt, das können wir nicht steuern“, ziehen die Festwirte Bine und Marco Härteis laut einer Pressemeldung der Stadt Bilanz. Sie sind für die Bewirtung in der Großen Jurahalle, im Biergarten, die Braterei im Zwischenbau und den Imbiss vor der Großen Jurahalle verantwortlich.

Am Mittwoch und Samstag hätten jedoch die Bands die Jurahalle gefüllt und für super Stimmung gesorgt. Auch der Sonntag sei sehr gut besucht gewesen, sagt Marco Härteis. „Wichtig ist uns, dass sich unsere Gäste wohl fühlen, es keine Unfälle oder Zwischenfälle gibt und alle Besucher friedlich das Neumarkter Frühlingsfest genießen können. Das haben wir alles erreicht.“

Schauen Sie sich auch die Bilder vom Neumarkter Frühlingsfest an.

Der Test mit den Halbe-Krügen und hellem Bier statt Festbier habe zu unterschiedlichen Rückmeldungen geführt: Die kleineren Krüge seien durchwegs positiv bewertet worden – „beim Festbier sind die Meinungen stark auseinander gegangen“, sagt Härteis.

Dass es ein friedliches Fest gewesen ist, bestätigt der Pressesprecher der Neumarkter Polizei, Bernhard Rauch. Es habe keine nennenswerten Vorfälle gegeben, bei denen die Einsatzkräfte hinzugerufen worden seien. „Die PI Neumarkt war jeden Tag mit Einsatzkräften vor Ort und hat in sehr guter Zusammenarbeit und Abstimmung gemeinsam mit dem Sicherheitsdienst für die Sicherheit am Festplatz gesorgt.“

Holger Krull vom Sicherheitsdienst KR-Security sieht das genauso. Die Vorbereitung sowie die Zusammenarbeit sei en vorbildlich gewesen, betont der Geschäftsführer. Darüber hinaus habe das Wetter dafür gesorgt, dass nicht so viele Besucher gekommen sind.

Das Eselrennen war ein Höhepunkt des Frühlingsfests.

Umso mehr freut sich Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn, dass sich der Festplatz am Wochenende „deutlich belebt“ habe. Das Frühlingsfest habe bewiesen, wie vielfältig und attraktiv es sei. „Gerade für Familien war am Wochenende viel geboten“, ergänzt Ochsenkühn, der allen Mitwirkenden ein großes Lob ausspricht: „Ein Frühlingsfest in dieser Größenordnung gelingt nur durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligter.“

Für CSU-Stadträtin Gerlinde Wanke war es das erste Frühlingsfest als Festreferentin. „Besonders die FrühlingsMesse, die Tierschau mit Streichelzoo und das Eselrennen haben viele Familien auf den Festplatz gebracht“, freut sie sich am Montag. Auch sie bedankt sich bei allen Akteuren – vom Festwirts-Ehepaar Härteis, über die Vereine und Aussteller bei zu den Einsatzkräften von Feuerwehr und BRK.

Eine Premiere war es auch für Britta Wunderle-Wittmann, die zusammen mit ihrem Mann Jürgen für die Gestaltung des Schaustellerbereichs und den Ablauf dort verantwortlich war. Seniorchef Günter Wunderle hatte jedoch weiter seine langjährige Erfahrung mit eingebracht.

„Das sehr kalte Wetter hat uns Schaustellern viele Besucher gekostet, so dass unsere Bilanz zum Frühlingsfest mäßig ausfällt“, sagt Britta Wunderle-Wittmann übereinstimmend mit ihrem Vater Günter. Besser sei es am Wochenende gelaufen: Zum einen sei es wärmer gewesen und zum anderen habe sich das Rahmenprogramm als zusätzlicher Publikumsmagnet bewährt.