Für mehr Sicherheit: Schwandorfer Polizei gab Zweiradfahrern wertvolle Tipps

Beim Fahrradtraining der Polizeiinspektion Schwandorf am Samstag im Verkehrsgarten in Dachelhofen, vor dem Hallenbad, stand die sichere Teilnahme am Straßenverkehr mit Fahrrad, Pedelec und E-Scooter im Mittelpunkt.
Unter Leitung von Polizeihauptkommissar Deniz Birol sowie Polizeihauptmeisterin Karolin Brunner, Polizeiobermeisterin Verena Wexler und Polizeihauptmeister Florian Hermann erhielten die Teilnehmer praxisnahe Tipps und wichtige Hinweise zum sicheren Umgang mit den verschiedenen Fahrzeugen.
In praktischen Übungen konnten die Teilnehmer ihr Fahrverhalten verbessern. Geübt wurden unter anderem richtiges Bremsen, sicheres Kurvenfahren, das Verhalten in Gefahrensituationen sowie das Fahren durch einen Slalomparcours und enge Passagen.

Besonders bei Pedelecs und E-Scootern erklärten die Beamten die Unterschiede bei Beschleunigung, Geschwindigkeit und Bremsweg. Ziel des Trainings war es, mehr Sicherheit und Vertrauen im Umgang mit den Fahrzeugen zu vermitteln und dadurch Unfälle zu vermeiden.
Polizeihauptkommissar Deniz Birol erklärte, dass bereits 2024 gemeinsam mit der FF Richt und auch 2025 ähnliche Trainingstage durchgeführt worden seien. Die positive Resonanz der Teilnehmer habe gezeigt, wie wichtig solche Präventionsveranstaltungen sind. Hintergrund der Aktion sei vor allem die steigende Zahl an Menschen, die auf Pedelecs umsteigen, sowie die zunehmenden Unfallzahlen – insbesondere bei Senioren. Dennoch richte sich das Angebot ausdrücklich an alle Altersgruppen, also an Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen.
Vieles wird viel zu selten geübt
„Es geht um Sicherheit, Prävention und Handlungssicherheit im Umgang mit dem Fahrrad“, betonte Birol. Viele wichtige Situationen wie Gefahrenbremsungen oder richtiges Verhalten in kritischen Momenten würden im Alltag viel zu selten geübt.
Zu Beginn zeigte PHM Karolin Brunner den Teilnehmern, wie ein Fahrradhelm richtig getragen wird. Dabei erklärte sie, dass der Helm weder zu locker noch zu hoch sitzen dürfe und auch die Riemen korrekt angepasst werden müssten.
Vom Schulterblick bis zum Ausstrecken des Arms
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem sicheren Linksabbiegen. Die Teilnehmer übten den Schulterblick, die Beachtung des toten Winkels, das rechtzeitige Anzeigen des Abbiegevorgangs mit ausgestrecktem Arm sowie das sichere einhändige Fahren. Außerdem wurde erklärt, warum vor Steigungen frühzeitig heruntergeschaltet und der passende Unterstützungsmodus am Pedelec gewählt werden sollte. Besonders gefragt war auch ein Simulator, an dem die Teilnehmer mit Pedelec oder E-Scooter eine Gefahrenbremsung trainieren konnten.
Anneliese Bäuml (71), die vor fünf Jahren auf ein Pedelec umgestiegen ist, berichtete von zwei Stürzen, bei denen sie glücklicherweise nur leicht verletzt wurde. „Man kann immer etwas lernen, und es bleibt immer etwas hängen – deshalb habe ich heute teilgenommen“, sagte sie. Besonders hilfreich sei für sie die Erkenntnis gewesen, nicht ständig den höchsten Unterstützungsmodus zu verwenden, sondern häufiger auf „Eco“ umzuschalten. Auch beim Bergfahren habe sie bisher Fehler gemacht. Nun wisse sie, wie wichtig es sei, rechtzeitig in einen niedrigeren Gang zu schalten.
Unterstützt wurde die Veranstaltung von der FF Dachelhofen sowie dem BRK Schwandorf, die den gesamten Aktionstag begleiteten. Deniz Birol hätte sich gern mehr Teilnehmer gewünscht, denn nur rund 20 Biker waren gekommen. Alle habe das Training etwas gebracht, und das Feedback war durchwegs positiv, resümierte der Sachbearbeiter für Verkehr.