Rathaus-Bündnis in Regensburg sucht nach einem Namen: Wie wäre es mit Spezi-Koalition?

In Regensburg formiert sich ein Bündnis aus SPD, Grünen, Brücke, Freien Wählern, ÖDP und Volt – doch wie soll man diese Koalition eigentlich nennen? Während Begriffe wie „bunte Koalition“ reichlich abgenutzt wirken, drängt sich plötzlich ein alter politischer Spitzname wieder auf: Spezi-Koalition. Warum das optisch vielleicht problematisch, sprachlich aber geradezu perfekt passt, notiert MZ-Reporter Philip Hell in der neuesten Ausgabe unserer täglichen Kolumne „Rengschburg mit allem“.
Es gab eine Zeit, in der die bayerische Landesregierung als Spezi-Koalition bezeichnet wurde. Ich fand das damals prima, vor allem, weil ich Spezi mag. Politexperten gingen – aus mir völlig unverständlichen Gründen – auf Abstand zu dem Begriff. Schwarz-orange, heißt das jetzt. Öde! Welch ein Glück, dass wir in Regensburg nun die Chance haben, eine Koalition zu taufen.
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Also: Wer ist dabei? Die Sozen. Klar, die sind rot. Die Grünen sind – Trommelwirbel – grün. Die Brücke ist mintgrau. Die Freien Wähler orangefarben, wie auch die ÖDP. Volt ist lila. Klar, der erste Reflex: bunte Koalition. Gähn! Hatten wir schon – außerdem: Die mintgraue Brücke mag inhaltlich bunt sein, optisch allerdings nicht. Eine Taufe nach einer Länderfahne – Jamaika, Kenia – scheidet aus. Grau kommt in kaum einer Fahne vor. Aus der Not eine Tugend zu machen, und das Ding graue Koalition zu taufen, scheidet auch aus, schließlich hatten wir das schon einmal. Soll ganz gut funktioniert haben, aber passt nicht so recht zu dem bunten, progressiven Kuschel-Kurs, den sich Burger und Co. verschrieben haben.
Ach, wissen Sie was? Wenn diese Münchner Politik-Fuzzis ihre Spezi-Koalition nicht wollen, dann nehmen wir sie einfach! Gibt man all die Farben zusammen, wird es sicher irgendwie so ein leichtes Braun annehmen.
Optisch freilich, nicht inhaltlich.