A93 zwischen Saalhaupt und Abensberg: Vorarbeiten für Erneuerung starten 2027

Von Mittelbayerische Zeitung · 6. Mai 2026 um 05:00

Im Jahr 2027 sollen laut der Autobahn GmbH des Bundes/Niederlassung Südbayern die Vorarbeiten im Erhaltungsabschnitt Saalhaupt-Abensberg (Landkreis Kelheim) der A93 beginnen. Der Abschnitt ist rund 13 Kilometer lang, umfasst drei Knotenpunkte und zehn Unterführungsbauwerke und wurde 1984 für den Verkehr freigegeben.

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Grund für die Erneuerung ist laut einer Mitteilung die Verkehrssicherheit auf der alten Betonfahrbahn. Die zehn Unterführungsbauwerke werden vollständig abgebrochen und neu gebaut. Die eigentlichen Vorarbeiten für diesen Erhaltungsabschnitt beginnen voraussichtlich 2027, die Hauptarbeiten ab 2029.

In den noch nicht erneuerten Abschnitten der A93 zwischen Dreieck Saalhaupt und der Anschlussstelle Elsendorf stammen die beiden alten Betonfahrbahnen aus den 1980er Jahren und haben ihre geplante Nutzungszeit überschritten. Seit 2013 erfolgen regelmäßig Reparaturen zur Schadensbegrenzung. Zudem wurden in Abständen von rund 400 Metern Asphaltstreifen quer über die Fahrbahnen eingebaut.

Spannungsspitzen sollen verringert werden

Dadurch werden hitzebedingte Spannungsspitzen in den alten Betonfahrbahnen verringert, die im Extremfall plötzlich zu Hitzeschäden führen können. Solche Hitzeschäden können insbesondere an heißen Tagen auftreten und stellen für alle Verkehrsteilnehmer, vor allem aber für Motorradfahrer, eine Gefahr dar. Aufgrund des aktuellen Zustands der Betonfahrbahnabschnitte, sind Geschwindigkeitsbeschränkungen notwendig, um die Verkehrssicherheit weiterhin zu gewährleisten. Die Abschnitte mit alten Betonfahrbahnen haben – auch aufgrund der regelmäßig notwendigen, kurzfristigen Schadensreparaturen – unregelmäßige Fahrbahnoberflächen mit wechselnden Griffigkeitsverhältnissen.

Für Pkw gilt hier daher eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Motorräder sind auf den betroffenen Strecken besonders gefährdet, weil sie aufgrund ihrer Fahrzeugart empfindlicher auf plötzliche Schäden oder Unebenheiten reagieren. Während Autos und Lkw durch ihre vier Räder und stabile Bauweise kleine Risse oder Unebenheiten in der Betonfahrbahn meist ohne größere Probleme überfahren können, kann ein Motorrad bei plötzlichen Veränderungen der Fahrbahnbeschaffenheit ins Schleudern geraten oder wegrutschen.

Besonders gefährlich sind plötzliche Hitzeschäden, die vor allem bei hohen Temperaturen auftreten können. Bei Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern ist das Risiko, durch solche Schäden zu stürzen, deutlich erhöht. Die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 80 km/h für Motorräder in den Sommermonaten von Mai bis September ist die einzige Möglichkeit, diese Strecken bis zu ihrer grundhaften Erneuerung für Motorräder offenhalten zu können.