Trumps Straf-Manöver trifft Oberpfalz: US-Armee zieht 5000 Soldaten aus Vilseck ab

Von Mittelbayerische Zeitung · 4. Mai 2026 um 14:47

Bereits am Wochenende verdichteten sich die Zeichen, dass der von US-Präsident Donald Trump angedrohte Truppenabzug wohl die Oberpfalz treffen würde. Wie berichtet, gab es Hinweise, dass das in Vilseck im Landkreis Amberg-Sulzbach stationierte 2nd Cavalry Regiment – auch bekannt als Stryker-Brigade – abgezogen wird. Dies wurde am Montag offenbar bestätigt.

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Wie der BR unter Berufung auf Kreise der US-Armee berichtet, will diese die rund 5000 Soldaten aus den Rose Barracks auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr abziehen. Die Aufgabe des Regimentes ist nicht die Verteidigung Europas; es ist als schnelle Eingreiftruppe für den Nahen Osten stationiert.

Bereits in seiner ersten Amtszeit hatte Trump einen Abzug von Truppen aus Deutschland geplant. Seine Abwahl kam dazwischen. Diesmal macht er offenbar Ernst. Hintergrund sind Spannungen zwischen dem US-Präsidenten und Bundeskanzler Friedrich Merz.

Doleschal äußert sich zu geplantem US-Abzug aus Vilseck

Zum angekündigten Abzug erklärt der Oberpfälzer Europaabgeordnete und Internationale Sekretär der CSU Christian Doleschal: „Die Oberpfalz ist seit Jahrzehnten ein zentraler Pfeiler der transatlantischen Sicherheitsarchitektur. Standorte wie Vilseck und Grafenwöhr stehen für gelebte Partnerschaft zwischen Europa und den USA.“

Der angekündigte Abzug von rund 5000 US-Soldaten betreffe die Region unmittelbar, sicherheitspolitisch wie wirtschaftlich, so Doleschal weiter. „Tausende Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt an den Standorten, von zivilen Beschäftigten bis hin zu regionalen Betrieben und dem Einzelhandel.“

Der mögliche Abzug sei ein klarer Weckruf: „Europa und Deutschland müssen mehr Verantwortung für die eigene Sicherheit übernehmen.“ Doleschal kündigt an, sich für einen intensiveren Dialog mit den amerikanischen Partnern einzusetzen.