Aufstiegshoffnung ade: ASV Neumarkt verliert in Eltersdorf und bleibt Bayernligist

Der ASV Neumarkt bleibt der Fußball-Bayernliga, Gruppe Nord, ein weiteres Jahr erhalten. Beim aktuellen Spitzenreiter SC Eltersdorf setzte es am Samstag vor 850 Zuschauern eine 0:3-Niederlage. An Deutlichkeit entsprach dieses Ergebnis exakt dem Verlauf einer Partie, die nur einen Sieger verdient hatte: den SC Eltersdorf.
Die Erlanger Vorstädter sind damit auf Kurs Richtung Wiederaufstieg geblieben. Weil auch noch Cham gewonnen hat, ist für den ASV Neumarkt Platz zwei verloren gegangen – und damit in der Endabrechnung Rang drei wahrscheinlich geworden. Für dieses Ziel braucht die Mannschaft des Trainerduos Sven Zurawka/Drilon Asani aber noch einen Sieg.
Der Aufstiegszug ist für den ASV abgefahren
„Der Zug für uns ist abgefahren“: Das stellte ASV-Trainer Sven Zurawka am Samstag wenige Minuten nach dem Schlusspfiff im Gespräch mit unserem Medienorgan fest. Neumarkter Hoffnungen, doch noch ins Aufstiegsrennen eingreifen zu können, wurden von einem Eltersdorfer Sturm-Express überrollt. Das 0:3 (0:1) schmeichelte den Gästen sogar noch.
Vom Anpfiff weg unterstrichen die „Quecken“ genannten Gastgeber ihre Ambition, mit dem ASV ihr letztes Hindernis auf dem Weg zur Rückkehr in die Regionalliga aus dem Weg zu räumen. Dazu setzten sie nicht nur ihr variables Flügelspiel ein, sondern gingen auch körperlich zur Sache.
Vor allem Selim Mjaki, Neumarkts bisher bester Torschütze (14 Saisontore), bekam einiges ab. Und auch sonst verdiente sich „Medizinfrau“ Lea Meier so viel Einsatz wie lange nicht bei einem ASV-Spiel. Immer wieder lag ein ASV-Spieler, rüde von einem Eltersdorfer von den Beinen geholt, auf dem Rasen. Diese Härte zeigte Wirkung.
Doch die Erlanger Vorstädter konnten vor allem spielerisch überzeugen. Immer wieder wurden Neumarkter Angriffe zwischen Mittellinie und eigenem Strafraum abgefangen. Dann ging es schnell in Richtung ASV-Tor. Wie das Aufspannen eines Fächers wirkte es, wenn die Eltersdorfer den Ball bei ihren Angriffen von einem Flügel auf den anderen verlagerten. Den Neumarktern blieb dabei oft nur die Rolle der Zuschauer.
Genau so fiel auch das 1:0 in der 41. Minute: Bei einem schnellen Gegenangriff wurde die Neumarkter Hintermannschaft zur Statistenrolle degradiert. Nach einem gelungenen Flankenwechsel fand der Ball Felix Rippert in der Mitte, der zum 1:0 einschob.
Tor Nummer eins sieben Minuten (inklusive Nachspielzeit) vor der Pause, Tor Nummer zwei gut 140 Sekunden nach Wiederanpfiff – dem ASV war an diesem Samstag früh der Zahn gezogen.
Hatte in der Hinrunde noch Göbhardt zweimal für Eltersdorf getroffen, war es diesmal erneut Felix Rippert, der für die entscheidenden Treffer sorgte. Einzig Selim Mjaki (58. und 63. Minute) sorgte in zwei Szenen für etwas Torgefahr auf Seiten der Gäste.
Ein ungutes Gefühl sollte sich bestätigen
Das Gefühl, dass eher ein 3:0 oder 4:0 für den Gastgeber fallen würde als ein Anschlusstreffer, bestätigte sich schließlich.
Dem eingewechselten Geremi Perera blieb es in der 78. Minute vorbehalten, die letzten Zweifel am Eltersdorfer Heimsieg zu beseitigen: Nach einem Zug von rechts nach halblinks traf er mit einem nicht unhaltbaren Schuss zum 3:0. Eine starke Parade von Preil verhinderte anschließend noch eine höhere Niederlage der Neumarkter gegen den mutmaßlichen neuen Meister.
Den Neumarktern bleiben nun noch zwei Pflichtaufgaben: Am kommenden Freitag (19 Uhr) zuhause gegen das noch nicht gesicherte Kornburg und am 16. Mai beim FC Coburg, der sich dann bereits auf die anschließende Abstiegsrelegation vorbereiten muss.