Hunde suchen in Neutraubling eine neue Heimat

Von Lea Grosser · 23. April 2026 um 11:00

„Bark Dates“: Der Guggenberger See bei Neutraubling wird am Sonntag zum Kennenlernort für Vierbeiner und Menschen

Am Sonntag wird am Guggenberger See wieder gedatet. Dabei geht es nicht darum, einen neuen menschlichen Gefährten zu finden, sondern einen Vierbeiner. Bei den so genannten „Bark Dates“ können sich Mensch und Hund bei einem Treffen ganz unverbindlich zwischen 11 und 13 Uhr „beschnuppern“. „Es ist eigentlich nur das erste Kennenlernen, dass man die Hunde nicht vom Bild runteradoptiert“, sagt Larissa Nied vom Regensburger Team der Bark Dates. Derzeit sind 29 Hunde angemeldet, die zur Adoption freigegeben sind.

Das Bark Date findet nun zum 5. Mal in Regensburg statt, genauer gesagt am Guggenberger See bei Neutraubling. Beim Kennenlernen können auch die eigenen Vierbeiner mitgebracht werden. So können Mensch und Tier gemeinsam schauen, ob es mit dem potenziellen Familienzuwachs harmoniert. Die adoptierbaren Hunde kommen beispielsweise aus Tierschutzvereinen, sind bei Pflegestellen untergebracht oder kommen aus dem Tierheim. Die Vereine und jeweiligen Hunde werden vom Veranstalter überprüft, sagt Nied. Am See hat jeder Hund dann einen eigenen Platz und wird jeweils von einem Menschen betreut. Potenziell Interessierte könnten sich am Infostand die Steckbriefe der Hunde durchlesen und eine Vorauswahl treffen. Dadurch verhindert Bark Date, „dass sie auf alle Hunde zustürmen“, erklärt Nied. Generell habe keiner der Hunde extreme Angst vor Menschen, solche könnten gar nicht am Kennenlerntreffen teilnehmen. Aber trotzdem reagieren die Vierbeiner ganz unterschiedlich auf die Situation.

„Manche sitzen den ganzen Tag da und lieben es, gestreichelt zu werden. Andere verstecken sich hinter der Pflegestelle und sind anfangs etwas scheu“, sagt Nied. Generell mache auch die Umgebung am Hundestrand viel aus. Die Vierbeiner können beim Bark Date nicht vom Fleck weg adoptiert werden. Interessierte vernetzen sich vor Ort mit dem jeweiligen Verein oder der jeweiligen Pflegestelle, über die eine Adoption weiterlaufen würde. Manche Pflegestellen bieten auch ein Probewohnen an, so Nied. Im Rahmen der Adoption müsse außerdem eine Selbstauskunft ausgefüllt werden. Zudem gibt es eine Vor- und Nachkontrolle. Es geht darum zu schauen, ob der Hund zu der jeweiligen Lebenssituation passt. „Am Ende geht es einfach um das Tierwohl“, sagt Larissa Nied.