Die Saison in den Regensburger Parks ist jetzt eröffnet – Heuer kaum Sperrungen

Von Jürgen Scharf · 23. April 2026 um 13:00

In einer der Holzsitzschalen liest eine Frau ein Buch, Kinder spielen Fußball, es wird gegrillt und Musik gehört: So schaute es am vergangenen Samstag im Regensburger Ostpark aus. Bei strahlendem Sonnenschein strömten die Regensburger in Massen in die Parks. Für die nun beginnende Freiluft-Saison hat die Stadt auch wieder ein paar Neuerungen vorbereitet.

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In Regensburg gibt es mehr als100 Grünanlagen. 18 davon tragen auch den Namen „Park“. Die größten sind der Aubachpark, der Donaupark, der Königswiesenpark und der Stadtpark. Und für viele Menschen sind die öffentlichen Grünflächen, ganz egal ob groß oder klein, nahezu unverzichtbar. Sie nutzen sie als Erholungsoase, als Frischluftkammer oder als Sportgelände. Die Grünanlagen leisten damit „einen wesentlichen Beitrag zur hohen Lebensqualität in Regensburg“, wie es die Stadtverwaltung ausdrückt.

In und um Parks ist es oft deutlich kühler

Nicht zuletzt für das Stadtklima sind die Grünanlagen von herausragender Bedeutung. In der direkten Nachbarschaft zu Parkanlagen können die Temperaturen im Sommer einige Grad niedriger liegen als in der eng bebauten Innenstadt.

Umso größer ist für Fans der Parks dann die Enttäuschung, wenn diese wegen Umbau- oder Sanierungsarbeiten ganz oder in Teilen gesperrt sind. Die Stadtverwaltung hat hier für diese Saison aber eine gute Nachricht: „Abgesehen von kurzfristigen Unterhaltsmaßnahmen sind in den kommenden Monaten keine Baustellen oder Sperrungen geplant“, teilt eine Sprecherin mit. Die wenigen Projekte, die derzeit laufen, sollen entweder bald abgeschlossen sein oder den Betrieb nicht wirklich stören.

Eines davon ist die Erneuerung der Brunnenanlagen in der Fürst-Anselm-Allee. Das dortige Areal wurde in den vergangenen Jahren von Behörden als Kriminalitäts-Hotspot ausgemacht. Durch die Sanierung des zuletzt etwas heruntergekommenen Geländes soll dieses lebenswerter und einladender werden. Und natürlich auch sicherer. Dafür wurden zuletzt bereits Überwachungskameras installiert.

Die Brunnenanlage in der Fürst-Anselm-Allee wird erneuert. - Foto: Jürgen Scharf

Bis Ende April soll die Brunnenanlage fertig sein. Und die vielen Passanten können mit einem Blick durch die Bauzäune bereits jetzt einen Eindruck bekommen, wie stark der Wandel sein wird. Wo vor kurzem noch eine brüchige, kaputte Betonschüssel trist vor sich hin vegetierte, ist jetzt bereits rundum liebevoll angepflanzt worden.

Im Ostpark wurde zuletzt ebenfalls ein großes Verschönerungsprogramm gestartet. Das meiste davon ist bereits erledigt. Es entstanden neue Wegeführungen, neue Anpflanzungen und mehr Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten. Wie das Gartenamt der Stadt mitteilt, stehen jetzt noch ein paar Restarbeiten an. Zudem gibt es in den kommenden Wochen zwei weitere Sanierungen: zum einen bei der Kneippanlage im Hegenauer-Park, zum anderen bei den Treppen in der Parkanlage am Flachlberg.

160 Tonnen Müll kommen pro Jahr zusammen

Ein großes Problem für die Stadt dürfte wohl auch dieses Jahr wieder die Vermüllung der Anlagen sein. Nach Angaben der Verwaltung müssen pro Jahr etwa 160 Tonnen Unrat aufgesammelt und entsorgt werden. Schwerpunkte sind hier unter anderem die Jahninsel und der Grieser Spitz. Und das, obwohl die Stadt nach eigenen Angaben seit Jahren „auf den enormen Nutzungsdruck in den Grünanlagen“ reagiere. Es seien etwa extra große Müllbehälter aufgestellt und Pizzakarton-Sammelständer installiert worden. Auch das Reinigungsintervall sei erhöht worden. So würden alle Anlagen zweimal pro Woche gesäubert werden. Dafür wende das Amt für Stadtgrün etwa 10 000 Arbeitsstunden pro Jahr auf, teilt die Verwaltung mit.