So verhält man sich als Insasse richtig nach einem Autobahnunfall

Von Michael Kraus · 15. April 2026 um 17:30

Immer wieder kommt es auf Deutschlands Autobahnen nach Pannen oder Kollisionen zu tödlichen Folgeunfällen – so wie in der Nacht zum Mittwoch auf der A9 beim Dreieck Holledau. Aber wie verhält man sich als beteiligter Fahrer richtig? Diese Tipps gibt die Polizei:

Wenn möglich gilt es, den Unfallwagen auf den Standstreifen zu steuern, die Warnblinker anzuschalten, auszusteigen und sich mit Warnweste hinter die Leitplanke in Sicherheit zu bringen. Doch was, wenn das Unfall- oder Pannenfahrzeug nicht mehr fahrbereit ist und mitten auf der Fahrbahn zum Stehen kommt? Dann rät ein Sprecher der Verkehrspolizei Ingolstadt, dem gesunden Menschenverstand zu folgen: Also nicht im Fahrzeug sitzen bleiben, sondern aussteigen, unverzüglich die Warnweste anlegen und sich aus dem Gefahrenbereich hinter die Seiten- oder Mittelleitplanke retten – je nachdem was näher ist, um so wenig Fahrstreifen wie möglich zu Fuß überqueren zu müssen.

Erst in Sicherheit bringen, dann Notruf absetzen

Wenn möglich, sollte man ausreichend Abstand zum Fahrzeug gewinnen, damit man im Falle einer Folgekollision nicht durch herumgeschleuderte Trümmerteile verletzt wird. Im nächsten Schritt gilt es, wenn möglich, den nachfolgenden Verkehr zu warnen, indem ein Warndreieck in ausreichendem Abstand aufgestellt wird, und anschließend einen Notruf absetzen. Keinesfalls sollte man sein Leben riskieren, indem man selbst Trümmerteile von der Autobahn-Fahrbahn entfernt, sondern auf die verständigten Einsatzkräfte zu warten.