Nach dem sonnigen Osterwochenende quellen die Mülleimer in der Regensburger Altstadt über

Immer, wenn die Sonne scheint, bietet sich in der Regensburger Altstadt und Stadtamhof das gleiche Bild: Die Mülleimer quellen über – allerdings nicht alle. Die Müllflut nach dem sonnigen Osterwochenende führt nämlich zu einer bitteren Erkenntnis, wie MZ-Autor Philip Hell in der neuesten Ausgabe unserer täglichen Regensburg-Kolumne „Rengschburg mit allem“ notiert.
Woran merkt man, dass der Frühling in Regensburg Einzug hält? Sicher, die Vögel zwitschern, die Bäume blühen und die Touristen knipsen. Das sicherste Indiz sind allerdings die Mülleimer.
Mit jedem Grad mehr, den uns das Thermometer zeigt, quellen die Eimer weiter über. Bestes Beispiel ist ein Exemplar am Ufer der Donau in Stadtamhof. Jede Menge leere Eisbecher legen den Schluss nahe, dass zahlreiche Regensburger die Sonne in Spitalien genossen haben. Nur: Das, was vom Gelato übrig blieb, landete nicht nur im Mülleimer, sondern auch daneben. An sich nichts Ungewöhnliches, wäre da nicht die Tatsache, dass unmittelbar daneben ein weiterer Eimer steht, der nur etwa zur Hälfte gefüllt ist.
Rengschburg mit allem: Lesen Sie hier alle Teile unserer täglichen Regensburg-Kolumne
Dieser hat buchstäblich nur einen Haken – man muss ihn öffnen. Das scheint allem Anschein nach vielen Sonnenanbetern ein bisschen zu viel Anstrengung zu sein. Das kann man ja durchaus verstehen. Sonne, Sie kennen das von ausgedehnten Tagen am Strand, schlaucht. Da kann jede Bewegung eine zu viel sein.
Der Anblick der zwei Mülleimer in Stadtamhof führt wiederum zur bitteren Erkenntnis, dass die Forderung, einfach größere Mülleimer aufzustellen, womöglich gar nicht den gewünschten Effekt erzielt, zumindest, wenn man sie mit einer Handbewegung öffnen muss.