Bad Abbachs Pfarrerin Barbara Dietrich sagte zum Abschied Servus

Von Bettina Gröber · 3. April 2026 um 05:00

Mit einem bewegten und bewegenden Abschiedsgottesdienst hat Bad Abbachs scheidende evangelische Pfarrerin Barbara Dietrich ihrer Kirchengemeinde „Servus“ gesagt

. Ehe sie ihre neue Aufgabe als hauptamtliche Gefängnisseelsorgerin in den JVA Neuburg-Herrenwörth und Niederschönenfeld antritt (die MZ berichtete), kam es für sie und die zahlreichen Besucherinnen und Besucher in der Kreuzkirche noch einmal zu einem intensiven Miteinander. Sowohl als Seelsorgerin als auch mit ihrer Persönlichkeit hat Barbara Dietrich das Gemeindeleben und die Menschen, die es teilen, seit 2021 nachhaltig geprägt.

Dekan würdigt vielfältiges Engagement

In seiner Ansprache würdigte auch Dekan Jörg Breu das vielfältige Engagement Dietrichs, ehe er ihre offizielle Entpflichtung und Segnung vornahm. Viel Wertschätzung für ihre Arbeit erhielt die Pfarrerin auch von zahlreichen Gästen aus der Marktgemeinde und der Region: So fanden etwa Vertreter des evangelischen Singkreises und die Vertrauensfrau des Kirchenvorstands, Anne Holzapfel, sowie Diakon Johann Graf und Pastoralreferent Tobias Wechler für die katholische Pfarrei in Bad Abbach entsprechende Worte. Auch Bad Abbachs Bürgermeister Dr. Benedikt Grünewald, Landrat Martin Neumeyer sowie Kreisbrandrat Nikolaus Höfler hielten kurze Ansprachen. Ihre letzte Predigt in Bad Abbach hielt Barbara Dietrich zu Kapitel 14 des Markus-Evangeliums: Ausgehend von der Salbung Jesu durch eine unbekannte Frau leitete sie zum Thema des Dienstes am Nächsten über, den Menschen vor allem durch ehrenamtlichen Einsatz leisten – „oft ohne etwas zu erwarten, aus Idealismus, Menschenfreundlichkeit und Liebe heraus“. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes teilten sich der Singkreis und der Posaunenchor der Gemeinde St. Johannes aus Regensburg, ergänzt durch einen einleitenden Beitrag von Mitarbeitenden und Kindern des Kinderhauses Arche Noah. Der Kirchenvorstand bot im Anschluss an den offiziellen Teil ein Buffet an, das zum gemeinsamen Genuss einlud.

„Fünf sehr glückliche Jahre in Bad Abbach“

Ihr Empfinden am Ende ihrer Bad Abbacher Zeit fasste Barbara Dietrich noch einmal zusammen: „Ich bin dankbar für die über fünf sehr glücklichen, vielseitigen und segensreichen Jahre in Bad Abbach, in denen nicht nur in der Kirchengemeinde vieles wachsen durfte, sondern die auch durch ein sehr freundschaftliches, ideenreiches Miteinander mit Kommune, katholischer Gemeinde und Vereinen geprägt waren.“ Von daher werde man ihren Mann Klaus und sie „sicher bei der einen oder anderen Veranstaltung in Bad Abbach sehen“, versprach die Pfarrerin – eine Perspektive, über die sich viele Menschen in der Marktgemeinde freuen werden.