Weiterer Fall der Newcastle-Krankheit in Masthähnchen-Betrieb im Landkreis Rottal-Inn

In einem großen Masthähnchenbetrieb im Gemeindebereich von Gangkofen im Landkreis Rottal-Inn ist ein weiterer Ausbruch der Newcastle-Krankheit amtlich festgestellt worden. Die positiven Ergebnisse des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wurden laut Pressemitteilung des Landratsamts Rottal-Inn durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigt. Betroffen sind demnach rund 77.000 Tiere, die gekeult werden müssen.
Die Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (KBLV) hat den betroffenen Betrieb entsprechend den geltenden tierseuchenrechtlichen Vorschriften unverzüglich gesperrt und die erforderlichen Maßnahmen angeordnet. „Es muss eine tierschutzgerechte Tötung des gesamten betroffenen Geflügelbestandes durchgeführt werden“, heißt es weiter in der Pressemitteilung des Landratsamts. Auch Mitarbeiter des Landratsamtes sind vor Ort, als Vorsichtsmaßnahme außerdem Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Polizei sowie Sanitäter.
Schutz- und Überwachungszone eingerichtet
Aufgrund des Seuchenverdachtes werden in Abstimmung mit der Regierung von Niederbayern und dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz um den betroffenen Betrieb eine Schutzzone mit einem Mindestradius von drei Kilometern sowie eine Überwachungszone mit einem Mindestradius von zehn Kilometern eingerichtet. Eine diesbezügliche Allgemeinverfügung wurde am Vormittag des 30. März erlassen.
Bereits in den vergangenen Tagen waren mehrere Ausbrüche der Krankheit gemeldet worden, allesamt im Bereich Gangkofen, zuletzt Ende der Vorwoche. Schon in den Vorwochen hatte es mehrere Fälle in ganz Bayern gegeben