FF Schwandorf blickte auf ein herausforderndes Jahr zurück

Am Freitagabend kamen die Mitglieder der FF Schwandorf zur Jahreshauptversammlung im Tierzuchtzentrum zusammen. Auf dem Programm standen ausführliche Berichte. Darüber hinaus nahmen die Verantwortlichen auch zahlreiche Ehrungen und Beförderungen vor.
In seinem Rechenschaftsbericht verwies der Vorsitzende Sebastian Kraus auf insgesamt 14 Vorstandssitzungen sowie einen leicht gestiegenen Mitgliederstand von nunmehr 568. Mit der Winterparty startete der Verein ins Jahr, im März folgte der Starkbierabend.
Dem Patenverein einen Besuch abgestattet
Zudem stattete man dem Patenverein in Köstendorf einen Besuch ab. Am 1. Mai zeigten sich die Mitglieder sportlich beim Fußballspiel „Alt gegen Jung“. Wenige Tage später wurde der Florianstag begangen, und auch am Volksfesteinzug Ende des Monats beteiligte sich die Feuerwehr, wie Kraus informierte.
Ein Laubenfest, das Patenbitten mit der FF Köstendorf im Juni sowie die Fahrzeugweihe der neuen Einsatzfahrzeuge zählten ebenfalls zu den Höhepunkten. Beim traditionellen Sommernachtsfest konnten laut Kraus erneut zahlreiche Bürger sowie Kameraden umliegender Feuerwehren begrüßt werden. Zu den weiteren Aktivitäten gehörten Besuche von Feuerwehrfesten sowie die Teilnahme an der Trauung des 2. Kommandanten Roland Krettner. Der Vereinsausflug führte nach Regensburg. Mit dem Weinfest, einem Gedenkgottesdienst im November, der Teilnahme am Volkstrauertag und der Weihnachtsfeier sei das ereignisreiche Jahr abgerundet worden.
Zudem informierte Kraus über das 125-jährige Jubiläum in Köstendorf vom 19. bis 21. Juni 2026, an dem die Schwandorfer Wehr als Patenverein teilnehmen wird.
75 aktive Mitglieder helfen im Notfall
Auf 75 aktive Mitglieder – ein Plus von drei – kann Kommandant und SBI Klaus Brunner zurückgreifen. Auch die Zahl der Atemschutzgeräteträger stieg um vier auf nun 32. In einer Altersanalyse stellte Brunner fest, dass 44 Prozent der Aktiven dem mittleren Alterssegment angehören, während 35 Prozent zur jüngeren Generation zählen.
Die Zahl der Einsätze blieb auf hohem Niveau, auch wenn sie von 283 im Jahr 2024 auf 274 im Jahr 2025 leicht zurückging. Den Großteil machten 183 technische Hilfeleistungen aus, gefolgt von 67 Brandeinsätzen. Die Zahl der Verkehrsunfälle stieg um 15 auf 44 Einsätze. Zudem rückte die Drehleiter 16 Mal zur Personenrettung aus.
Hoch blieb auch die Zahl der Fehlalarmierungen: 43 Einsätze, davon 30 ausgelöst durch Brandmeldeanlagen, wurden verzeichnet. Insgesamt leisteten die Einsatzkräfte 1771 Einsatzstunden und 4115 Übungsstunden – umgerechnet rund 245 Tage ehrenamtlicher Arbeit für die Stadt Schwandorf (Vorjahr: 264 Tage).
Auch im Bereich Ausbildung waren die Mitglieder sehr aktiv und besuchten zahlreiche Lehrgänge auf staatlicher Ebene. Vier Aktive schlossen das MTA-Basismodul, fünf das Abschlussmodul erfolgreich ab. Ein wichtiger Meilenstein konnte ebenfalls erreicht werden: Der Stadtrat entschied, dass die Feuerwache am bisherigen Standort erhalten bleibt. Brunner dankte hierfür ausdrücklich und betonte: „Feuerwehr wie auch Schule sind Pflichtaufgaben der Kommune. Wir stehen im konstruktiven Austausch mit der Stadtführung und sind zuversichtlich, dass dies zeitnah umgesetzt wird.“
Auch prägende Einsätze waren dabei
Zudem ging er auf zwei besonders prägende Einsätze ein: einen tödlichen Verkehrsunfall bei der Nordumgehung bei Fronberg sowie einen Waldbrand bei Kreith, bei dem die Einsatzkräfte zwölf Stunden im Einsatz waren.
Jugendwart Michael Dietz berichtete von aktuell 20 Mitgliedern in der Jugendfeuerwehr, von denen fünf in den aktiven Dienst übernommen wurden. Insgesamt wurden 68 Veranstaltungen mit 295 Stunden durchgeführt, darunter 41 Übungen und zwei Besichtigungen. 31 Leistungsabzeichen – darunter Jugendflamme, Wissenstest, Bayerische Jugendleistungsprüfung und die Deutsche Jugendleistungsspange – wurden erfolgreich abgelegt.
Auch die Kleinsten sind mit Eifer dabei
Sabrina Fuchs informierte über die Kinderfeuerwehrgruppe „Feuerschwäne“, der neun Mädchen und 17 Jungen angehören. Die Gruppe absolvierte 19 Treffen, nahm an Lehrgängen und Vereinsveranstaltungen teil und gestaltete das ARGE-Ferienprogramm. Zu den Aktivitäten zählten unter anderem Bastelaktionen, der Kinderfasching, ein Besuch beim THW sowie die Teilnahme an Festumzügen, dem Patenbitten und dem Feuerwehrfest.
Höhepunkt war die Abnahme der Kinderflamme mit 126 Teilnehmern. Fuchs dankte abschließend wie ihre Vorredner OB Andreas Feller, der Stadt Schwandorf, der Vorstandschaft, den Betreuern und den aktiven Mitgliedern für die Unterstützung: „Hand in Hand können wir viel erreichen.“ In seinem Grußwort lobte OB Andreas Feller (BLS) die umfassenden Berichte und das große Engagement der Feuerwehr, insbesondere in der Kinder- und Jugendarbeit. Er zeigte sich erfreut über die Aktivität der Feuerwehr in Schwandorf sowie das gute Miteinander mit den Hilfsorganisationen.
Ihnen galten Dank und Anerkennung
Treue Mitgliedschaft: Für 25 Jahre wurden geehrt Johann Braun, Christian Fuß, Christian Mandl, Manuel Rem, Johann Vögl und Dominik Zapf. 40 Jahre: Martin Götz, Johann Jäger, Anton Mauerer, Editha Schwaiger, Gerhard Wellnhofer und Brauerei Plank. Für 50 Jahre: Josef Heisler, die Firmen Gebrüder Donhauser, Danhauser und Naabtaler Milchwerke. Rudi Furtwengler hält seit 60 Jahren dem Verein die Treue.
Aktive: Bei den Aktiven erhielten Florian Eichinger, Fabian Frankl, Sebastian Kraus und Andreas Rimgaila die Ehrenamtskarte in Blau. Für 10 Jahre Aktiven-Dienst wurden Florian Eichinger und Fabian Hauser, für 20 Jahre Claudia Biller und für 30 Jahre Florian Furtwengler geehrt.
Beförderungen: Zum Feuerwehrmann wurden Johanna Brunner, Esther Büchold, Eugen Decker, Lukas Feil, Tobias Fischer, Bastian Jungwirth, Markus Rimgaila und Tobias Vibrans befördert. Löschmeister wurde Michael Dietz.
Engagement: Thomas Rimgaila wurde für sein besonderes ehrenamtliches Engagement geehrt.