Romy Weindl ist in Bad Kötzting bereits die dritte Pfingstbraut aus einer Familie

Seit einigen Jahren markieren sich die Bad Kötztinger und alle, die als erste wissen wollen, wen sich der Pfingstbräutigam des aktuellen Jahres als Pfingstbraut gewählt hat, und wer die beiden Begleiter sein werden, diesen Termin im Kalender: Am Palmsonntag stellt der Stadtpfarrer der Gemeinde vor Beginn der Prozession das Pfingstbrautpaar vor. Selbst bei frostigen Temperaturen ließen sich die Gläubigen darum nicht davon abhalten, um 10 Uhr auf den Platz vor der Kirche St. Veit zu kommen.
Die Pfingstbraut des Jahres 2026 heißt Romy Weindl und ist 18 Jahre alt. Da ihre Mutter Christine (geborene Engelmeier) 1992 Pfingstbraut von Walter Pfeffer (Brautführer Michael Miethaner und Josef Piendl) und Romys Tante Elke Reithner (geborene Engelmeier) 1995 ebenfalls Pfingstbraut gewesen waren (Pfingstbräutigam Michael Miethaner, Brautführer Mario Mühlbauer und Christian Tremml), sei ihr das „Ja“ zur Übernahme des ehrenvollen Amtes nicht schwer gefallen, sagt sie.
„Ich wollte immer schon Pfingstbraut werden.“
„Ich wollte immer schon Pfingstbraut werden, seit ich ein kleines Kind war“, sagt sie freudestrahlend. Erste Erfahrungen konnte sie bereits sammeln, als sie 2015 als Blumenkind von Pfingstbraut Julia Brandl mit dabei gewesen ist. Mit ihr wird dieses Jahr dann übrigens die dritte Pfingstbraut aus ihrem Elternhaus in der Hohenbogenstraße stammen – und ihre Mutter war, wie nun auch die Tochter, Pfingstbraut eines Pfingstbräutigams, der beim Festakt zum Abschluss des Pfingstrittes nicht nur das Tugendkränzchen, sondern auch die Erinnerungsfahne für die 25. Ritt-Teilnahme erhalten wird.

Dass Romy Weindl gar nicht überlegen musste, um „Ja“ zu sagen, ist nicht verwunderlich, da sie Pfingstbräutigam Benedikt Aschenbrenner schon seit langer Zeit vor allem über Veranstaltungen des Burschen-Wanderer-Vereins kennt. Bemerkenswert ist die Zusage dieses Jahr dennoch, denn Romy Weindl steht kurz vor ihrem Abschluss an der Fachoberschule: Am Freitag vor dem Pfingstmontag wird sie ihre letzte Prüfung ablegen.
Lange Pfingst-Tradition in Familien der Brautführer
Mit Brautführer Andreas Zimmerer verbindet Pfingstbräutigam Benedikt Aschenbrenner nicht nur eine Freundschaft seit Grundschultagen, sondern auch das Motorradfahren als Hobby. Außerdem sind beide bei der Freiwilligen Feuerwehr sowie beim König-Ludwig-Verein aktiv – und wie Brautführer Maximilian Steidl ist auch Andreas Zimmerer aktiver Böller-Schütze. In seiner Familie finden sich Brauterer der Jahre 1859 und 1865. Da er viele Jahre den Pfingstritt im Dienst der FF Bad Kötzting abgesichert hat, kann er bislang drei Teilnahmen am Pfingstritt zurückblicken.

Brautführer Maximilian Steidl hat da schon einige mehr, er wird zum 20. Mal an der Reiterprozession teilnehmen. Mit dem Pfingstbrauchtum ist die Familie seit Generationen verbunden: Ein Urgroßvater war Laternenträger beim Pfingstritt, ein Ur-Ur-Großvater Träger der Landfahne; Josef Steidl, der Bruder seines Großvaters, war Pfingstbräutigam des Jahres 1965, seine Großcousine Gabi Steidl Pfingstbraut des Jahres 1986, womit sie dieses Jahr auch 40-jährige Jubelbraut von Pfingstbräutigam Michael Traurig ist.
Wie sehr sich die Bad Kötztinger mit dem nun kompletten Pfingstbrautpaar freuen, das erfuhren die Pfingstakteure des Jahres 2026 nach dem Gottesdienst am Sonntag, als sie unzählige Hände schütteln durften und ihnen ganz persönlich und herzlich gratuliert wurde.
Die Pfingstakteure
■ Pfingstbraut: Romy Weindl ist 18 Jahre alt und steht kurz vor ihren Abschlussprüfungen an der Fachoberschule (FOS). Danach strebt sie ein duales Studium der Sozialpädagogik an. Ihre Eltern sind Christine und Reinhold Weindl. Mutter Christine war Pfingstbraut 1992, ihre Tante Elke Reithner 1995.
■ Brautführer Andreas Zimmerer ist 27 Jahre alt und arbeitet als Metallbauer. In seiner Freizeit unternimmt er Motorrad-Touren, auch Oldtimer gehören zu seinen Hobbys. Am Pfingstritt nimmt er zum vierten Mal teil. Seine Eltern sind Andrea und Franz Zimmerer, seine Geschwister heißen Franz und Anna.
■ Brautführer Maximilian Steidl ist 25 Jahre alt, seine Eltern sind Sylvia Schaller und Thomas Steidl. Er arbeitet als Zerspanungsmechaniker und reitet dieses Jahr bereits zum 20. Mal beim Pfingstritt mit. Er hat eine Schwester, die Leni-Marie heißt – auch er fährt in der Freizeit gerne Motorrad. wf